Kaliningrad-Szenario

Nach Besuch von CIA-Chef in Moskau: Plant Putin neue Eskalation?

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Putins Plan für Kiew-Einnahme enthüllt

Videoclip • 01:21 Min • Ab 12


CIA-Chef John Ratcliffe blieb nur wenige Stunden in Moskau. Der Kreml versucht, mit einem Bedrohungsszenario abzulenken.

Das Wichtigste in Kürze

  • Der Direktor des US-Geheimdienstes CIA ist für Gespräche nach Moskau gereist.

  • Er soll Russland vor einem Angriff auf NATO-Staaten gewarnt haben.

  • Der Kreml dreht die Geschichte, damit Russland das Opfer sein kann.

Offiziell wurde über den Inhalt der Gespräche von CIA-Chef John Ratcliffe im Kreml kaum etwas bekannt. Der Chef des russischen Auslandsgeheimdienstes, Sergej Naryschkin, bestätigte am Donnerstag (27. August) zwar sein Treffen mit Ratcliffe, machte aber keine Angaben zum Inhalt. Das "Wall Street Journal" und das Magazin "Politico" berichteten jedoch unter Berufung auf nicht namentlich genannte Quellen, dass Ratcliffe bei seinem Besuch vor einem Angriff auf NATO-Verbündete gewarnt haben soll.

Im russischen Fernsehen kämpften die Propagandisten jedoch gegen den Eindruck an, die Amerikaner könnten eine Warnung für Putin im Gepäck gehabt haben, berichtet "t-online". Ein Ultimatum an Putin sei dort ein Ding der Unmöglichkeit, so der Tenor.

Ins Weltbild passe eher, dass die CIA als Bittsteller erscheine: Als Grund für den Besuch werde den Zuschauer:innen daher unter anderem vermittelt, dass Washington fordere, die Intensität russischer Angriffe auf die Ukraine zu verringern, so "t-online".

Zudem baue die Propaganda ein Bedrohungsszenario oft mit Kaliningrad im Fokus auf, das Russland zum Opfer werden lasse. Darin bereitet Finnland angeblich einen Angriff auf die russische Exklave vor – als Präventivschlag, um die militärischen Fähigkeiten Kaliningrads auszuschalten. So werde in russischen Polit-Talks behauptet, der Angriff sei innerhalb der NATO bereits wiederholt als mögliches Szenario diskutiert worden, schreibt t-online.

Auch in den News:

Bei einer militärischen Zuspitzung könnte das russische Eingreifen so als Reaktion und nicht als Angriff dargestellt werden, wenn es um den Schutz Kaliningrads gehe.

Polen und Litauen teilen sich mit der russischen Exklave eine Grenze. In den über vier Jahren des Moskauer Angriffskriegs gegen die Ukraine hat sich das Bedrohungsgefühl in den Ländern massiv verschärft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

t-online.de: Kaliningrad-Szenario – Putin bereitet neue Eskalation vor

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