Ungeziefer erkennen und bekämpfen
Die besten Tipps gegen Motten: So schützt du deine Kleidung
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
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Videoclip • 01:00 Min • Ab 12
Wenn Wollpullover plötzlich Löcher haben, steckt oft kein Missgeschick beim Waschen dahinter, sondern gefräßiger Nachwuchs im Kleiderschrank. So bleiben Wolltextilien mottenfrei.
Das Wichtigste in Kürze
Kleidermotten sind unscheinbar, ihre Larven dagegen äußerst zerstörerisch.
Sie befallen Wolle, Haare und Federn und bleiben lange unentdeckt.
Wer Fraßlöcher entdeckt, sollte rasch handeln.
Wenn im Herbst Wollpullover, Schals und Mäntel wieder nach vorne in den Kleiderschrank wandern, beginnt für Kleidermotten eine günstige Zeit. Die unscheinbaren Falter können in beheizten Räumen das ganze Jahr über auftreten. Besonders gefährdet sind Textilien aus tierischen Fasern wie Wolle, Kaschmir, Fell, Seide oder Daunen. Nicht die erwachsenen Motten verursachen den Schaden, sondern ihre Larven – und die bleiben oft lange unentdeckt.
Die Larven ernähren sich von Keratin, das in Wolle, Haaren und Federn enthalten ist. Auch Wollflusen in Ritzen, Haare in Haustierbetten sowie Hautschuppen oder Schweiß auf getragener Kleidung können ihnen als Nahrung dienen. Typische Hinweise auf einen Befall sind kleine, unregelmäßige Löcher, feine Gespinste, röhrenartige Köcher oder larvenartige Hüllen. Größere Schäden können allerdings auch von Teppichkäferlarven stammen. Deshalb sollte vor der Bekämpfung möglichst geklärt werden, welcher Schädling tatsächlich am Werk ist.
So reagiert man bei Mottenbefall richtig
Besonders kritisch ist die saisonale Einlagerung. Kleidung, die monatelang unbewegt und dunkel im Schrank oder in Kisten liegt, wird seltener kontrolliert. Getragene Wollsachen sollten deshalb vor dem Wegpacken entsprechend dem Pflegeetikett gewaschen oder gereinigt und vollständig getrocknet werden. Anschließend empfiehlt sich eine luftdichte Aufbewahrung in stabilen Vakuumbeuteln oder gut verschlossenen Kunststoffbehältern. Papierkartons und Stoffbeutel halten Motten- und Käferlarven dagegen nicht zuverlässig fern.
Wer einen Befall entdeckt, sollte nicht nur das beschädigte Kleidungsstück entfernen, sondern den gesamten Schrank ausräumen und gründlich kontrollieren. Waschbare Textilien werden möglichst heiß gereinigt, sofern es die Pflegehinweise erlauben. Empfindliche Stücke können gut verschlossen mindestens 36 Stunden bei minus 19 Grad eingefroren werden; gegebenenfalls sollte die Behandlung nach zwei bis drei Wochen wiederholt werden. Auch Ausbreiten, Wenden und Trocknen in der Sonne kann Eier und Larven schädigen.
Mehr zu dem Thema:
So wird man Motten wieder los
Der Schrank selbst muss sorgfältig ausgesaugt werden – vor allem Fugen, Ritzen, Fußleisten und schwer zugängliche Stellen. Danach können die Flächen mit Essigwasser ausgewischt und vollständig getrocknet werden. Pheromonfallen eignen sich zur Kontrolle, locken aber hauptsächlich männliche Tiere an und beseitigen einen Befall nicht zuverlässig. Duftstoffe wie Lavendel, Zedernholz, Lorbeer, Nelken oder Pfefferminze können Motten fernhalten, bieten jedoch keinen hundertprozentigen Schutz und sind bei bestehendem Befall wirkungslos.
Von einem vorschnellen Einsatz chemischer Insektizide im Wohnbereich raten Fachleute ab. Wirkstoffe wie Pyrethroide können lange in Innenräumen verbleiben und sind insbesondere für Katzen gefährlich. Eine giftfreie Alternative sind Schlupfwespen der Art Trichogramma evanescens: Sie parasitieren Motteneier und verschwinden, sobald keine Eier mehr vorhanden sind. Bei starkem oder wiederkehrendem Befall sollte eine professionelle Schädlingsbekämpfung hinzugezogen werden. Fliegengitter und regelmäßiges Reinigen helfen zusätzlich, neue Eindringlinge abzuwehren.
Verwendete Quellen:
Verbraucherzentrale NRW: Motten im Kleiderschrank – so kann man seine Wolle schützen
Mittelbayerische.de: Problem Kleidermotten: So wird man die ekligen Besucher wieder los
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