Tarifkonflikt
ÖPNV-Warnstreik geht weiter: Augsburg, Regensburg, Landshut und Passau betroffen
Veröffentlicht:
von Chiara DamnitzDie Gewerkschaft Verdi hat Warnstreiks in vier weiteren bayerischen Städten angekündigt. (Archivbild)
Bild: Peter Kneffel/dpa
Verdi kündigt weitere Ausstände in der laufenden Woche an. In Bamberg laufen sie bereits. Und auch die nächsten Wochen dürften unruhig werden.
Nahverkehr am Donnerstag und Freitag lahmgelegt
Die Gewerkschaft Verdi will am Donnerstag und Freitag den Nahverkehr in mehreren bayerischen Städten lahmlegen. Die jeweils ganztägigen Ausstände treffen Augsburg am Donnerstag, Regensburg am Donnerstag und Freitag sowie Passau und Landshut am Freitag, wie Verdi mitteilt. In Bamberg wird bereits seit Dienstagmorgen und bis Mittwochnacht gestreikt. Und in den kommenden Wochen könnte es mit Arbeitsniederlegungen weitergehen.
In Bamberg läuft ein Notfallfahrplan mit einem privaten Busunternehmen, wie ein Sprecher der Stadtwerke erklärt. Konkret fahren die Buslinien 935 bis 938 im Stundentakt vom Zentralen Omnibus Bahnhof (ZOB). Dieser Dienst laufe stabil, hieß es am Morgen. Allerdings müssten Fahrgäste mehr Zeit einplanen. Die Busse seien vor allem für diejenigen gedacht, die nicht auf andere Weise zur Arbeit oder zur Universität gelangen könnten.
Schwierig wird es am Nachmittag, wenn der Faschingsumzug durch die größte Stadt Oberfrankens zieht: Zwischen 13.00 und 16.00 Uhr ruht der Busverkehr wegen der damit verbundenen Straßensperrungen komplett. Am Mittwoch fahren die Ersatzbusse dann durchgängig zwischen 6.00 und 20.00 Uhr im Stundentakt.
Weitere Streiks zeichnen sich bereits ab
Und die jetzt angekündigten Ausstände werden wohl nicht die Einzigen bleiben: "Wir werden die Streiks ausweiten", sagt der stellvertretende Landesbezirksleiter von Verdi in Bayern. "Das war verhinderbar. Ein ernstzunehmendes Angebot heute hätte weitere Streiks abgewendet. Wenn es in den nächsten Wochen zu spürbaren Einschränkungen im ÖPNV kommt, dann geht das auf das Konto des KAV Bayern." KAV steht für den Kommunalen Arbeitgeberverband, der Verdi in den Tarifverhandlungen gegenübersitzt und die Forderungen der Gewerkschaft als "nicht erfüllbar" abgelehnt hat.
Verdi will für die rund 9.000 Beschäftigten in Bayern unter anderem rund 670 Euro mehr pro Monat sowie eine Reduzierung der wöchentlichen Arbeitszeit. Vom KAV hieß es dazu zuletzt, dass derartige Steigerungen bei den Personalkosten in der aktuellen finanziellen Lage der Kommunen zu höheren Fahrpreisen und einer Reduzierung des Verkehrsangebots führen würden.
"Die Arbeitgeber verweisen weiter stur auf die klammen Kassen der Kommunen", kritisiert die Branchenkoordinatorin Busse und Bahnen von Verdi in Bayern, Katharina Wagner. "Das Versagen der Politik in puncto auskömmlicher Finanzierung des ÖPNV kann nicht auf dem Rücken der Beschäftigten ausgetragen werden. Die Arbeitgeber scheinen noch nicht zu begreifen, dass das Personal im ÖPNV am Limit ist."
Weitere News:
Warnstreik in Bamberg: Faschingsumzug bremst Notfahrplan-Busse
Verdi-Warnstreik: Weiterer Stillstand im bayerischen Nahverkehr?
Kein Bus und Bahn wegen Streik? So trifft es München Nürnberg - wichtige Infos im Überblick
Verlagerung der Playmobil-Produktion: Proteste in Dietenhofen
Warnstreik in Regensburg, Landshut und Passau: Busverkehr eingeschränkt
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
Alle Videos bei Joyn:
SAT.1 Bayern verpasst? Hier ansehen:
Mehr entdecken

Nei g'schaut
Nei g'schaut - Zu Gast in Franken

Sie wollen mit ihrem Verein ins Fernsehen?
Bayernsport: Ihr Verein im Fernsehen!

Das Magazin des Evangelischen Fernsehens
Lebensformen: Das Magazin des Evangelischen Fernsehens

Zweite Chance für Lotto-Bayern-Los
Diridari

Vermisstenfall in der Oberpfalz
Seit 19 Jahren vermisst: Polizei sucht nach Regensburgerin

Gemeinde Oberding
Puma-Suche geht weiter: Bislang keine Hinweise auf Raubkatze

Gemeinde Oberding
Ein Puma nahe München? Polizei findet bisher keine Hinweise

Vermisstensuche erfolgreich
Nach 20 Stunden in der Isar: Vermisste 95-Jährige lebend geborgen

Bayerischer Präventionstag
Gesundheitsförderung in Bayern: Söder tanzt mit Grundschülern in den Tag


