Steinmeier-Nachfolge
Wird Monika Grütters Bundespräsidentin? Koalition hat wohl neue Top-Favoritin
Aktualisiert:
von Emre Bölükbasi:newstime
601 Millionen Euro für Bellevue-Sanierung
Videoclip • 01:29 Min • Ab 12
Hinter den Kulissen wächst ein neuer Name für das höchste Staatsamt: Ex-Kulturstaatsministerin Monika Grütters soll parteiübergreifend akzeptabel sein – sogar für die Grünen. Wird sie Steinmeiers Nachfolgerin?
Das Wichtigste in Kürze
Monika Grütters rückt überraschend in den Fokus der Koalition als mögliche Nachfolgerin von Frank-Walter Steinmeier.
Hinter den Kulissen gilt sie laut einem Medienbericht inzwischen als neue Top-Favoritin.
Sie gilt als eine Christdemokratin, die Altkanzlerin Merkel nahesteht.
Noch ist es knapp ein Jahr bis zur Entscheidung, doch die Diskussion um die Nachfolge von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier nimmt spürbar Fahrt auf. Wie der "Spiegel" am Mittwoch (18. März) berichtete, werde in der schwarz-roten Koalition inzwischen ernsthaft über Monika Grütters als mögliche Kandidatin gesprochen.
Die frühere Kulturstaatsministerin der CDU könnte demnach parteiübergreifend konsensfähig sein – ein entscheidender Faktor angesichts der Mehrheitsverhältnisse in der Bundesversammlung.
Forderungen nach erster Frau im Schloss Bellevue
Vieles deutet darauf hin, dass erstmals eine Frau das höchste Staatsamt übernehmen soll. Nach Lage der Dinge werde die Union dort die stärkste Kraft stellen, weshalb ein Name aus den eigenen Reihen bevorzugt werde. Gleichzeitig müsse die Person für SPD und möglichst auch für die Grünen akzeptabel sein.
Genau hier komme Grütters ins Spiel: Laut "Spiegel"-Informationen würden Union und SPD seit Wochen auf Spitzenebene über sie sprechen, auch bei den Grünen stoße sie demnach nicht auf Ablehnung. Aus Fraktionskreisen heiße es, sie sei "eine vorstellbare Kandidatin", sollte es auf eine Frau aus der Union hinauslaufen.
Nähe zu Merkel
Grütters bringt jahrzehntelange politische Erfahrung mit. Sie saß rund 20 Jahre im Bundestag, war CDU-Präsidiumsmitglied, Berliner Landesvorsitzende und von 2013 bis 2021 Staatsministerin für Kultur.
Hinzu kommt ihre Nähe zu Angela Merkel, deren Kurs sie etwa während der Flüchtlingskrise mitgetragen habe – ein Profil, das sie in der politischen Mitte anschlussfähig mache. Gleichzeitig gilt laut dem Bericht ihr Verhältnis zu Kanzler und CDU-Chef Friedrich Merz als distanziert, nicht zuletzt wegen dessen bewusster Abgrenzung von der Merkel-Ära.
Monika Grütters (CDU), damalige Kulturstaatsministerin, spricht zu dem Eröffnungsjahr des Humboldt Forums.
Bild: Britta Pedersen/dpa-Zentralbild/dpa
Auch in den News:
Neue Dynamik bekam das Thema Anfang März, als Alt-Bundespräsident Joachim Gauck andeutete, er denke an eine Frau als künftiges Staatsoberhaupt, über die bislang kaum gesprochen werde – katholisch sei sie zudem. "Focus" berichtete zuerst darüber. Mehrere Medien spekulierten daraufhin über Grütters, die tatsächlich katholisch ist und im Zentralkomitee der deutschen Katholiken sitzt.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
Verwendete Quellen:
Spiegel: "Geheimplan Grütters?"
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