US-Präsident
"Wie bei einer großen Mannschaft ...": Trump zieht Sport-Vergleich zum Ukraine-Krieg
Veröffentlicht:
von Christopher SchmittUS-Präsident Trump vergleicht die Ukraine im Krieg mit einer Sport-Mannschaft.
Bild: REUTERS
Auf Truth Social teilt Donald Trump seine Gedanken gerne ungefiltert. Nun hat der US-Präsident erstmals indirekt ukrainische Angriffe auf Russland gebilligt - und hierfür eine Analogie aus dem Sport bemüht.
Nach den Gesprächen in Alaska mit Putin und in Washington mit Selenskyj sowie den Europäern zum russischen Angriffskrieg hatten die USA unter dem sonst so schwankenden Donald Trump der Ukraine Sicherheitsgarantien zugestanden.
Auf seiner hauseigenen Social-Media-Plattform Truth Social hat der US-Präsident am Donnerstag (21. August) auch erstmals indirekt ukrainische Angriffe auf Russland befürwortet: "Es ist sehr schwer, wenn nicht unmöglich, einen Krieg zu gewinnen, ohne das Land des Invasors anzugreifen", so Trump - der zur Verdeutlichung seines Punkts einen Sport-Vergleich heranzog.
"Es ist wie bei einer großen Sport-Mannschaft, die eine fantastische Abwehr hat, aber nicht offensiv spielen darf", so der Republikaner in seinem Posting über die ukrainische Armee. Da gebe es "keine Chance, zu gewinnen".
Einen Schuldigen für die Situation hat der US-Präsident ebenfalls ausgemacht - seinen Amtsvorgänger Joe Biden. "Der korrupte und grob inkompetente Joe Biden hat der Ukraine nicht erlaubt, sich zu wehren, sondern nur, sich zu verteidigen. Wie hat das funktioniert?", schob er eine rhetorische Frage nach.
Wenn er Präsident gewesen wäre, wäre dieser Krieg nie ausgebrochen, schrieb Trump weiter - "null Chance". Nun würden "interessante Zeiten" kommen.
Selenskyj fordert "Druck auf Russland"
Die Ukraine muss sich auch nach den Worten ihres Präsidenten Wolodymyr Selenskyj aus dem Dauerzustand der ständigen Verteidigung gegen russische Angriffe lösen und selbst aktiv zum Angriff übergehen. "Dieser Krieg muss beendet werden, wir müssen Druck auf Russland ausüben", sagte Selenskyj in seiner abendlichen Videoansprache am Donnerstag. Kremlchef Wladimir Putin verstehe "nichts außer Macht und Druck".
Die ukrainische Armee werde Land und Volk weiter schützen. Doch US-Präsident Donald Trump habe völlig recht, dass dies nicht nur in der Verteidigung geschehen müsse, so der ukrainische Präsident.
Verwendete Quellen
Nachrichtenagentur dpa
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