Weitere Enthüllungen
Geheimes Dossier: Nutzte Russland Prinz Andrew als "nützlichen Idioten"?
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
Diese Strafe droht Andrew Mountbatten-Windsor
Videoclip • 01:25 Min • Ab 12
Ein vertrauliches Papier aus US-Diensten zeichnet ein düsteres Bild: Prinz Andrew soll über Epstein und russische Kontakte zum Risiko für Königshaus und westliche Eliten geworden sein. Auch Bill Gates taucht in den Recherchen wieder auf.
Das Wichtigste in Kürze
Ein brisanter US-Geheimdienstbericht stellt Prinz Andrew als "schwächstes Glied" der Windsors dar.
Gleichzeitig wird seine Rolle mit Jeffrey Epsteins Netzwerk verknüpft.
Auch Bill Gates könnte in diese Zusammenhang in eine russische "Honigfalle" getappt sein.
US-Geheimdienste sehen nach einem vertraulichen Bericht Andrew Mountbatten-Windsor, den 66-jährigen Bruder von König Charles III., als mögliches Einfallstor für russische Einflussnahme auf die britische Elite. Laut dem Papier, das auf den 15. Januar 2026 datiert ist und der "Daily Mail" vorliegen soll, hätten russische Agenten Andrew als "useful idiot" betrachtet und gezielt sein Umfeld genutzt, um in die höchsten Kreise von Politik und Wirtschaft vorzudringen. Besonders die Netzwerke rund um den inzwischen verstorbenen Jeffrey Epstein sollen eine zentrale Rolle gespielt haben, da Andrew durch seine Nähe zur Royal Family für ausländische Geheimdienste besonders interessant gewesen sei.
Der Bericht beschreibt Andrew demnach als "schwaches Glied" der Königsfamilie. Russische Dienste sollen seine mutmaßliche Eifersucht auf seinen älteren Bruder Charles, sein Bedürfnis nach Anerkennung, Geld und persönlicher Bestätigung ausgenutzt haben. Es wird ihm eine "langjährige Abneigung" gegen Charles zugeschrieben, verbunden mit der Überzeugung, er selbst sei der geeignetere König. Beweise im juristischen Sinn liegen dafür bislang nicht vor, doch die Vorwürfe reihen sich ein in eine lange Liste fragwürdiger Kontakte und Geschäfte – etwa der Verkauf seines Anwesens Sunninghill Park 2007 zu einem deutlich über dem Marktpreis liegenden Betrag an den kasachischen Oligarchen Timur Kulibayev, was damals bereits Geldwäsche-Experten alarmierte.
Für König Charles III. sind die neuen Enthüllungen um seinen Bruder ein politischer und persönlicher Albtraum. Andrew wurde erst am 19. Februar festgenommen, weil er als ehemaliger Handelsbeauftragter der britischen Regierung vertrauliche Wirtschaftsinformationen an Epstein weitergegeben haben soll; stundenlange Verhöre folgten. Historiker wie Andrew Lownie behaupten, neben russischen hätten womöglich auch chinesische Dienste versucht, Andrews Schwächen auszunutzen – wenngleich der US-Bericht festhält, er sei nicht erpresst worden.
Auch im Fall Gates Verbindungen zum Russlands Geheimdienst auf
Parallel gibt es auch im Fall Bill Gates neue dubiose Kontakte nach Russland. Der Microsoft-Mitgründer hat inzwischen eingeräumt, Affären mit zwei Russinnen gehabt zu haben, darunter die Bridge-Spielerin Mila Antonova, die er 2009 kennenlernte. Bereits vor Jahren kursierten Gerüchte über ein intimes Verhältnis der beiden. Brisant wird dies jetzt durch angebliche Verbindungen Antonovas zu Anna Chapman, einer berüchtigten russischen Agentin, die unter dem Spitznamen "00Sex" die New Yorker High Society ausspionierte und 2010 als Teil eines spektakulären Agentenaustauschs zwischen Washington und Moskau zur gefeierten Spionin in Russland wurde.
Anna Chapman war früher eine russische Agentin, arbeitet heute als TV-Moderatorin für das russische Fernsehen.
Bild: IMAGO/ITAR-TASS
War Epstein bei russischen "Honigfallen" involviert?
Die "Daily Mail" veröffentlichte bereits früher ein Foto, das Antonova und Chapman vertraut in New York zeigen soll. Ob Chapman intime Details oder Affären ihrer Freundin an russische Stellen weitergegeben hat, ist ungeklärt. Klar ist jedoch, dass sie dem Kreml offenbar umfangreiche Informationen aus Partys, Empfängen und privaten Begegnungen lieferte und sich danach als Propaganda-Gesicht Putins profilierte. Vor diesem Hintergrund stellt sich die Frage, ob auch Bill Gates durch seine privaten Kontakte – bewusst oder unbewusst – ins Visier russischer Nachrichtendienste geraten sein könnte.
Epstein wiederum taucht in diesem Kontext als möglicher Knotenpunkt zwischen westlichen Eliten und russischen Interessen auf. In den Epstein-Akten sollen Tausende Bezüge zu Russland enthalten sein, Putins Name soll mehr als tausendmal, "Moskau" fast zehntausendmal erwähnt worden sein. Epstein prahlte demnach mit direktem Zugang zum Kreml und sprach in internen Mails von angeblich geplanten Treffen mit Putin, unter anderem 2011 – ob diese Begegnungen tatsächlich stattgefunden haben, ist unklar. Zugleich soll Epstein "Honigfallen" organisiert haben: gezielte Einsätze attraktiver, oft russischer Frauen, um Politiker, Milliardäre und sogar Mitglieder von Königshäusern auszuspionieren oder kompromittierendes Material zu sammeln.
Anfang Februar 2026 hat die polnische Regierung unter Ministerpräsident Donald Tusk angekündigt, mögliche Verbindungen zwischen dem verstorbenen US-Sexualstraftäter Jeffrey Epstein und russischen Geheimdiensten zu untersuchen. Hintergrund sind neue Erkenntnisse aus der Auswertung von Millionen von Epstein-Dokumenten, die auf eine mögliche Nutzung seines Netzwerks für Kompromat-Operationen (Erpressungsmaterial) durch Russland hindeuten.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Daily Mail
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