Fake-Portale

Renten-Falle im Netz: Wenn bei Renteninfos Abzocke lauert

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

Wer seine Rentenfragen online klärt, landet nicht immer bei der Deutschen Rentenversicherung. (Symbolbild)

Bild: Fernando Gutierrez-Juarez/dpa


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Wenn du deine Rentenauskunft online beantragst, kannst du leicht auf Anbieter stoßen, die wie Behörden wirken, aber saftige Gebühren verlangen. Oft werden die Kosten erst spät sichtbar - hierauf musst du achten.

Das Wichtigste in Kürze

  • Online schnell eine Rentenauskunft bestellen – das klingt praktisch, kann aber teuer werden.

  • Denn neben den kostenlosen Angeboten der Deutschen Rentenversicherung tummeln sich teils fragwürde Drittanbieter.

  • Deren Seiten können täuschend amtlich wirken und versteckte Gebühren enthalten.

Immer mehr Menschen erledigen ihre Rentenangelegenheiten online – und genau das machen sich fragwürdige Anbieter zunutze. Auf den ersten Blick wirken ihre Seiten wie offizielle Portale der Rentenversicherung: Wappen, Behördenfarben, nüchterne Formulare. Wer hier seine Daten eingibt, erhält zwar am Ende häufig eine Rentenauskunft, allerdings zusammen mit einer saftigen Rechnung.

Nach Angaben des Europäischen Verbraucherzentrums Deutschland (EVZ) verlangen manche dieser Drittanbieter rund 30 Euro für einen Dienst, den die offiziellen Rentenstellen kostenlos erbringen. Die Seiten sind oft so gestaltet, dass Gebühren erst im Kleingedruckten oder nach mehreren Klicks sichtbar werden. Viele Nutzer:innen merken erst nach Absenden des Formulars, dass sie einen kostenpflichtigen Vertrag abgeschlossen haben.


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Der Einzelfall unterscheidet

Rechtlich kommt es auf Feinheiten an: Täuschend echte behördliche Gestaltung, unklare Hinweise auf die Kosten oder der Eindruck eines amtlichen Angebots können im Einzelfall unzulässig sein. Auch Klauseln, mit denen Verbraucher:innen praktisch auf ihr Widerrufsrecht verzichten, sehen Expert:innen kritisch. Ob Forderungen letztlich Bestand haben, hängt von Gestaltung, Transparenz und Informationspflichten im Einzelfall ab.

Hierauf müssen Nutzer:innen achten

Für Verbraucher:innen bleibt es schwierig, seriöse von zweifelhaften Angeboten zu unterscheiden. Ein wichtiger Anhaltspunkt ist die Internetadresse: Offizielle Rentenportale nutzen in der Regel eindeutige Domains von Behörden. Zudem sollten Nutzer:innen auf ein vollständiges Impressum, transparente Preisangaben und Hinweise zur zuständigen Rentenversicherung achten. Im Zweifel empfehlen Verbraucherschützer, direkt über die bekannte Website der Deutschen Rentenversicherung zu gehen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Chip.de: Vorsicht bei der Rentenauskunft: Wer nicht aufpasst, wird abkassiert

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