Islamistisches Motiv
"In den Dschihad gezogen": 18-Jähriger aus Düsseldorf nach Messerangriffen vor Gericht
Veröffentlicht:
von Fabia Söllner:newstime
Belfast: Nach Messerangriff kommt es zu schweren Ausschreitungen
Videoclip • 50 Sek • Ab 12
Ein 18-Jähriger steht in Düsseldorf wegen mehrerer mutmaßlich islamistisch motivierter Gewalttaten vor Gericht. Die Anklage umfasst unter anderem dreifachen versuchten Mord sowie Widerstand gegen Polizeibeamte.
Das Wichtigste in Kürze
In Düsseldorf/Essen hat ein 18-Jähriger mehrere Mordversuche begangen.
Seine Taten seien islamistisch motiviert, ist sich die Polizei sicher.
Ab Montag (15. Juni) steht er vor Gericht.
Vor dem Düsseldorfer Oberlandesgericht beginnt am Montag (15. Juni, 10.30 Uhr) der Prozess gegen einen inzwischen 18-jährigen Mann, dem mehrere islamistisch motivierte Gewalttaten vorgeworfen werden. Die Verhandlung findet im Hochsicherheitstrakt des Gerichts statt.
Die Bundesanwaltschaft legt dem Angeklagten unter anderem dreifachen versuchten Mord, gefährliche Körperverletzung, Widerstand gegen Vollstreckungsbeamte sowie Nötigung zur Last. Nach den Ermittlungen soll der damals 17-jährige Kosovare vor rund neun Monaten eine 45-jährige Lehrerin mit einem Messer attackiert und mehrfach auf sie eingestochen haben. Zudem wird ihm vorgeworfen, einen Hausmeister an einer Grundschule sowie einen Obdachlosen an einer Bushaltestelle angegriffen zu haben.
Tat soll islamistisch motiviert gewesen sein
Darüber hinaus soll der Beschuldigte geplant haben, weitere Menschen jüdischen Glaubens zu töten. Laut Anklage habe er sich dazu mehrfach an der Alten Synagoge in Essen aufgehalten und dort nach potenziellen Opfern gesucht, jedoch niemanden angetroffen.
Die Bundesanwaltschaft bewertet die Taten als islamistisch motiviert. Nach ihrer Einschätzung handelte der Jugendliche aus einer gefestigten islamistischen Überzeugung heraus und richtete seine Angriffe gezielt gegen Personen, die er als "Ungläubige" betrachtete. Die Ermittler:innen gehen davon aus, dass er sich als Teil eines religiös begründeten Kampfes verstand und seine Taten als Beitrag zum sogenannten Dschihad ansah.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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