Nach Streit mit Anthropic
Pentagon setzt künftig auf OpenAI nach Streit mit Anthropic
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von dpaLaut Altman steht eine Vereinbarung zwischen seiner Firma OpenAI und dem Pentagon.
Bild: Uncredited/AP/dpa
Nach dem Zerwürfnis mit der KI-Firma Anthropic hat das Pentagon offenbar rasch reagiert. Ein Abkommen mit dem Konkurrenten OpenAI gilt demnach als so gut wie besiegelt.
Das Wichtigste in Kürze
OpenAI hat eigenen Angaben zufolge eine Vereinbarung mit dem Pentagon getroffen, seine KI-Modelle in einem klassifizierten Militärnetzwerk einzusetzen.
Firmenchef Sam Altman verkündete den Deal auf der Plattform X, während Verteidigungsminister Pete Hegseth die Mitteilung öffentlich weiterverbreitete.
Laut OpenAI sollen dabei zentrale Sicherheitsprinzipien gelten, darunter das Verbot inländischer Massenüberwachung und menschliche Kontrolle über den Einsatz von Gewalt.
Nach dem Streit zwischen dem Pentagon und der KI-Firma Anthropic hat sich Rivale OpenAI eigenen Angaben nach mit dem US-Verteidigungsministerium auf die Verwendung seiner Software beim Militär geeinigt. "Heute Abend haben wir mit dem Kriegsministerium eine Vereinbarung getroffen, unsere Modelle in dessen klassifiziertem Netzwerk einzusetzen", schrieb OpenAI-Chef Sam Altman auf der Plattform X. Pentagon-Chef Pete Hegseth repostete das Statement, ebenso wie der ranghohe Beamte Emil Michael.
Altman erläuterte weiter, zwei der wichtigsten Sicherheitsprinzipien von OpenAI seien das Verbot inländischer Massenüberwachung sowie die menschliche Verantwortung für den Einsatz von Gewalt, einschließlich autonomer Waffensysteme. "Das Kriegsministerium stimmt diesen Prinzipien zu, verankert sie in Gesetz und Richtlinien, und wir haben sie in unsere Vereinbarung aufgenommen." Weitere Details des Deals waren zunächst nicht bekannt.
Streit zwischen Pentagon und Anthropic eskaliert
Auf die beiden Sicherheitsprinzipien hatte auch OpenAI-Konkurrent Anthropic gepocht. Das Unternehmen wollte als Grenzen für die Verwendung seiner KI-Software im US-Militär ihrem Chef Dario Amodei zufolge durchsetzen, dass die KI der Firma nicht für Massenüberwachung in den USA sowie nicht in komplett autonomen Waffen eingesetzt wird.
Am Freitag eskalierte der Streit: Hegseth ordnete an, Anthropic als "Supply-Chain Risk to National Security", also als Lieferketten-Risiko für die nationale Sicherheit, einzustufen. Mit sofortiger Wirkung dürften Auftragnehmer, Zulieferer oder Partner des US-Militärs keine Geschäfte mehr mit dem Unternehmen machen, schrieb Hegseth bei X. Anthropic solle dem Verteidigungsministerium noch maximal sechs Monate lang Dienstleistungen bereitstellen, um einen Übergang zu einem "besseren und patriotischeren" Anbieter zu ermöglichen.
Die Maßnahme erfolgte im Zusammenhang mit einer Anweisung von Präsident Donald Trump, wonach alle Bundesbehörden die Nutzung von Anthropic-Technologie einstellen sollen.
ChatGPT-Betreiber OpenAI und die Firma Anthropic wetteifern darum, ihre Software mit Künstlicher Intelligenz in Unternehmen und Behörden unterzubringen.
Auch in den News:
Altman: Gleiche Bedingungen für alle KI-Unternehmen
In seinem Statement auf X rief OpenAI-Chef Altman das Pentagon zugleich dazu auf, diese gleichen Bedingungen allen KI-Unternehmen anzubieten – "Bedingungen, die unserer Meinung nach jedes Unternehmen akzeptieren sollte". Man habe den Wunsch nach Deeskalation zum Ausdruck gebracht.
Er erklärte auch, dass OpenAI technische Schutzmaßnahmen entwickeln werde, um sicherzustellen, dass sich die Modelle wie vorgesehen verhielten, was auch dem Wunsch des Ministeriums entspreche.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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