AfD-Parteitag
Weidel widerspricht AfD-Programm beim traditionellen Familienbild
Veröffentlicht:
von Nadine von Parseval:newstime
Anspannung vor AfD-Parteitag
Videoclip • 03:14 Min • Ab 12
Auf dem Bundesparteitag der AfD hat Parteichefin Alice Weidel Kritik am Familienbild im Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt geäußert. Sie betonte, ihre eigene Lebensrealität sehe anders aus, verteidigte zugleich aber das traditionelle Familienbild als politisches Leitbild ihrer Partei.
Das Wichtigste in Kürze
Alice Weidel kritisiert Aussagen im Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt.
Sie betont, dass ihre eigene Familie anders lebt.
Das traditionelle Familienbild verteidigt sie dennoch als politisches Leitbild.
AfD-Chefin Alice Weidel hat sich auf dem Bundesparteitag ihrer Partei von Aussagen im Wahlprogramm der AfD Sachsen-Anhalt zum traditionellen Familienbild distanziert. Zugleich stellte sie klar, dass sie die grundsätzliche politische Ausrichtung ihrer Partei in diesem Punkt weiterhin unterstützt.
Weidel verweist auf ihre eigene Familie
Auf die Formulierung im Wahlprogramm angesprochen, wonach eine Familie aus Mutter, Vater und Kindern die beste Grundlage für die Entwicklung von Kindern sei, reagierte Weidel gelassen. Sie erklärte, sie lasse sich von solchen Aussagen nicht provozieren. "Die können reinschreiben, was sie wollen. Ich lebe etwas anderes", sagte die Parteivorsitzende am Rande des Bundesparteitags in Erfurt. Weidel lebt mit ihrer Partnerin zusammen und zieht mit ihr zwei Kinder groß.
"Unsere Kinder haben beste Voraussetzungen"
Mit Blick auf ihre persönliche Situation betonte Weidel, ihre Familie biete den Kindern optimale Bedingungen. Nach ihrer Auffassung habe sich die gesellschaftliche Realität verändert. Gleichgeschlechtliche Partnerschaften seien heute gleichwertig zu behandeln.
Mehr zu dem Thema:
Trotz ihrer persönlichen Lebenssituation verteidigte Weidel das traditionelle Familienbild, das ihre Partei vertritt. Zwischen ihrem privaten Leben und ihren politischen Zielvorstellungen sehe sie keinen Widerspruch. Als Politikerin könne sie sich für das klassische Familienmodell einsetzen, auch wenn ihre eigene Familie anders lebe.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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