Glück im Unglück

Schreck über Washington: Trumps Helikopter kommt Passagierjet zu nahe

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

:newstime

Festnahme an Trumps Golfplatz (5. August)

Videoclip • 30 Sek • Ab 12


Der Helikopter des US-Präsidenten mit Donald Trump an Bord kam gefährlich nah an ein Passagierflugzeug. Ein Funkfehler soll schuld gewesen sein.

Das Wichtigste in Kürze

  • Über Washington näherte sich der US-Präsidenten-Helikopter einem startenden Passagierjet.

  • Grund soll ein Funkfehler zwischen der Crew und dem Tower gewesen sein.

  • Die Erinnerung an den tödlichen Crash vom Januar 2025 in genau diesem Luftraum lässt den Vorfall besonders brisant wirken.

Es sind Sekunden, die über Leben und Tod entscheiden können: Über Washington D.C. gerät die "Marine One", der Helikopter des US-Präsidenten, mitten in den Kurs eines startenden Passagierjets.

Wie die "New York Times" unter Berufung auf zwei mit den Ermittlungen vertraute Personen berichtet, sind Donald Trumps Maschine und ein Envoy-Air-Flugzeug am Dienstag (4. August) bis auf 0,8 Meilen (etwa 1,3 Kilometer) seitlich aneinander vorbeigerauscht – deutlich unter den von der Luftfahrtbehörde F.A.A. definierten Sicherheitswerten von 1,5 Meilen (rund 2,4 Kilometer).

Was hinter der Panne steckt

Auslöser war laut den Informationen der Zeitung ein Kommunikationschaos: Die Crew von "Marine One" habe dem Tower des Ronald Reagan National Airport dreimal per Funk mitgeteilt, in drei Minuten abzuheben – dokumentiert durch Audioaufnahmen der Plattform ATC.com.

Der zuständige Lotse habe die Warnung offenbar überhört, der Helikopter startete trotzdem. Besonders brisant: Genau in diesem Luftraum war erst im Januar 2025 ein Militärhubschrauber mit einem Passagierjet kollidiert. Insgesamt 67 Personen wurden bei dem Unglück getötet.

Auch in den News:

Trump wohl "nie in Gefahr" gewesen

Das Weiße Haus gibt sich betont unbeeindruckt. Sprecher Kush Desai erklärte: "Obwohl sich der Präsident zu keinem Zeitpunkt in Gefahr befand, arbeiten wir weiterhin mit dem Militär, der F.A.A. und weiteren Sicherheitsbehörden zusammen, um seinen Schutz zu gewährleisten." Die Pilot:innen von "Marine One" zählten zu den besten der Welt, so Desai.

Auch die F.A.A. bestätigte den Zwischenfall, wählte aber vorsichtige Worte. Sprecherin Cassandra Nolan sprach von einem "vorübergehenden Verlust der Sicherheitsabstände" und betonte: Der Präsident sei "nie in Gefahr" gewesen. Eine abschließende Untersuchung laufe noch.


Verwendete Quellen:

NYT: "Helicopter Carrying Trump Flies Near Passenger Jet in Washington Airspace"

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