Deutsche Firma getroffen
Liqui Moly in der Ukraine getroffen: Russischer Angriff legt Zentrallager in Schutt und Asche
Aktualisiert:
von Joachim Vonderthann:newstime
Ukrainischer Gemüsehändler wird von russischer Drohne verfolgt
Videoclip • 01:12 Min • Ab 12
Russische Raketen haben das zentrale Lager des deutschen Schmierstoffherstellers Liqui Moly in der Ukraine zerstört. Bei dem Angriff im Großraum Kiew wurden nach Unternehmensangaben Tonnen von Produkten vernichtet – Mitarbeiter:innen blieben unverletzt.
Das Wichtigste in Kürze
Das Zentrallager des deutschen Unternehmens Liqui Moly im Großraum Kiew ist nach einem russischen Angriff völlig ausgebrannt.
Tonnen von Produkten gingen verloren, verletzt wurde aber niemand.
Putins Militär hat zuletzt verstärkt Unternehmen ins Visier genommen.
Russlands brutale Angriffe machen auch vor deutschen Firmen in der Ukraine nicht halt. Das zentrale Lager des schwäbischen Schmierstoffherstellers Liqui Moly wurde komplett zerstört.
Bild: LIQUI MOLY
Ein russischer Angriff hat das zentrale Produktlager des deutschen Schmierstoffherstellers Liqui Moly in der Ukraine vollständig zerstört. Das teilte die ukrainische Tochtergesellschaft des Unternehmens mit. Das Lager im Großraum Kiew geriet demnach nach einem Angriff in Brand und brannte vollständig aus.
Nach Angaben von Liqui Moly wurde bei dem Angriff niemand verletzt. Das Unternehmen erklärte: "Das Wichtigste ist, dass unsere Mitarbeiter in Sicherheit sind und niemand verletzt wurde." Zugleich seien große Mengen an Waren verloren gegangen. Liqui Moly sprach von "Tonnen vernichteter Produkte".
Liqui Moly stellt Schmierstoffe, technische Flüssigkeiten und Additive her. Das Unternehmen hat seinen Hauptsitz im baden-württembergischen Ulm und gehört zur Würth-Gruppe. Die Produkte werden laut "t-online" ausschließlich in Deutschland produziert und in mehr als 150 Ländern vertrieben.
Auch in den News:
Lieferungen von Liqui Moly sollen wieder anlaufen
Für Kund:innen in der Ukraine hatte der Angriff zunächst direkte Folgen. Auf der Unternehmenswebsite wurde zeitweise darauf hingewiesen, dass Bestellungen nicht durchgeführt werden könnten. Liqui Moly erklärte zugleich, bereits daran zu arbeiten, Lieferungen wieder zu ermöglichen.
Die ukrainische Tochtergesellschaft schrieb, das Team richte neue Lieferwege ein und arbeite daran, Partner:innen und Kund:innen möglichst schnell wieder mit Ölen, Schmierstoffen und Autochemie zu versorgen. In einer Mitteilung auf der ukrainischen Website hieß es, der Angriff könne zwar Waren zerstören, aber nicht das Team, den Ruf des Unternehmens oder dessen Vertrauen in die Ukraine.
Putins Raketen treffen auch Baumärkte und Online-Händler
Der Angriff auf das Liqui-Moly-Lager war Teil einer größeren Angriffswelle des Militärs von Kreml-Machthaber Wladimir Putin auf die Ukraine. Laut t-online wurden in den vergangenen Tagen auch Gebäude der Baumarktkette Epicentr K, des Onlinehändlers Rozetka und des Lebensmittelhändlers Fozzy Group getroffen.
Bei den Angriffen auf Kiew am Dienstag und Mittwoch meldete die ukrainische Regierung laut mindestens 17 zivile Todesopfer. Präsident Wolodymyr Selenskyj erklärte anschließend, der Mangel an Raketenabwehrsystemen habe erneut Menschenleben gekostet. Er forderte mehr Unterstützung durch die westlichen Verbündeten.
Verwendete Quellen:
Pressemitteilung Liqui Moly
t-online: "Russische Raketen zerstören Lager von deutscher Firma"
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