Fehlalarm durch Passagiere

Falsche Durchsage löst Panik auf Kreuzfahrtschiff MSC Divina aus

Veröffentlicht:

von Claudia Scheele

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MSC Divina: Fehlalarm sorgt für Panik

Videoclip • 01:04 Min • Ab 12


Eine gefälschte Durchsage über einen angeblichen Kontrollverlust des Kapitäns hat Passagiere der "MSC Divina" in Angst versetzt. Sechs Reisende wurden angezeigt.

Das Wichtigste in Kürze

  • Sechs Passagiere sollen auf der "MSC Divina" eine falsche Durchsage über den angeblichen Kontrollverlust des Kapitäns verbreitet haben.

  • Betroffen waren offenbar die öffentlichen Bereiche von zwei Decks; mehrere Gäste setzten daraufhin Notrufe ab.

  • Die Verdächtigen wurden in Neapel wegen unbefugten Zugriffs auf ein Computersystem und des Auslösens eines Fehlalarms angezeigt.

Passagier:innen des Kreuzfahrtschiffs "MSC Divina" sind Ende Juli während der Fahrt von Marmaris in der Türkei nach Neapel von einer beunruhigenden Durchsage geweckt worden. Über die Lautsprecher hieß es laut der italienischen Zeitung "La Repubblica": "Der Kapitän hat die Kontrolle über das Schiff verloren."

Mehrere Gäste setzten daraufhin Notrufe ab. Die Ansage stammte jedoch offenbar nicht von der Besatzung. Nach bisherigen Erkenntnissen sollen sich sechs erwachsene Passagiere Zugang zum Kommunikationssystem des Schiffs verschafft und den Fehlalarm ausgelöst haben.


Zwei Decks waren betroffen

Die sechs Männer sollen in zwei unterschiedlichen Kabinen untergebracht gewesen sein. Sie gelangten offenbar unbefugt in das Computersystem, das die Bordlautsprecher steuert. Die manipulierten Durchsagen waren demnach in den öffentlichen Bereichen von zwei Decks zu hören.

Wie die Passagiere den Sicherheitscode umgehen konnten, ist bislang unklar. Die zuständigen Behörden untersuchen nun, welche technischen Schritte für den Zugriff auf das Bordsystem genutzt wurden. Nach Angaben von "La Repubblica" ereignete sich der Vorfall gegen 6.30 Uhr.

Auch in den News:

Ermittlungen nach Ankunft in Neapel

Als das Schiff im Hafen von Neapel anlegte, gingen Kräfte der italienischen Hafenbehörde und der Grenzpolizei an Bord. Nach einer Anzeige des Kapitäns konnten sie die mutmaßlichen Urheber:innen der Durchsagen identifizieren.

Die sechs Passagiere wurden wegen unbefugten Zugriffs auf ein Computersystem und wegen des Auslösens eines Fehlalarms bei den Justizbehörden angezeigt. Sie gelten damit zunächst als Verdächtige. Ob es zu weiteren strafrechtlichen Konsequenzen kommt, ist offen.

Die "MSC Divina" fährt unter der Flagge Panamas. Deshalb sollen die Ergebnisse der Ermittlungen nach Abschluss auch an die dortigen Behörden übermittelt werden. Eine Gefahr für das Schiff selbst bestand nach den bisherigen Informationen nicht.


Verwendete Quellen:

la Repubblica: ""Comandante ha perso il controllo", procurato allarme su nave crociera: in sei denunciati a Napoli" (italienisch)

t-online: "Durchsage auf Kreuzfahrtschiff schockiert Gäste"

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