65-Jährige fiel von Boot ins Wasser
Bodensee-Unglück: Vermisste Schwimmerin nach Tagen von Einsatzkräften geborgen
Aktualisiert:
von Max Strumberger:newstime
So arbeitet die Polizei in Deutschland
Videoclip • 01:46 Min • Ab 12
Ein heftiges Unwetter über dem Bodensee hat ein Menschenleben gefordert. Eine 65-Jährige, die am Mittwochabend von einem Motorboot ins Wasser gestürzt war, wurde am Donnerstagmorgen leblos aufgefunden.
Das Wichtigste in Kürze
Nach einem dramatischen Unglück auf dem Bodensee ist eine 65-Jährige tot aufgefunden worden.
Die Frau war bei schwerem Unwetter nahe Kressbronn von einem Motorboot gestürzt.
Eine internationale Suchaktion mit rund 200 Kräften blieb zunächst erfolglos.
Eine 65 Jahre alte Frau, die am Mittwochabend nach einem Sturz von einem Motorboot im Bodensee vermisst worden war, ist tot aufgefunden worden. Zwei Zeugen entdeckten die leblose Person am Donnerstagmorgen gegen 7 Uhr vor dem Strand von Langenargen im Wasser treibend und alarmierten sofort die Rettungskräfte. Einsatzkräfte bargen die Frau wenig später aus dem See.
Ein Notarzt konnte jedoch nur noch ihren Tod feststellen. Inzwischen ist die Identität der Toten zweifelsfrei geklärt: Es handelt sich um jene 65-Jährige, die am Vorabend bei schwerem Unwetter vor Kressbronn über Bord gegangen war.
Schweres Gewitter zog auf
Nach Angaben der Polizei war die Frau gemeinsam mit ihrem 68-jährigen Ehemann mit dem Motorboot unterwegs. Das Paar war in Kressbronn gestartet und hatte den Tag auf der Schweizer Seite des Bodensees verbracht. Als am Abend gegen 18.50 Uhr ein heftiges Gewitter über den See zog, machten sich beide auf den Rückweg.
Doch die Wetterlage verschärfte sich dramatisch. Die Polizei spricht von starkem Seegang und heftigem Regen durch eine Gewitterzelle über dem Unglücksort. In den hohen Wellen stürzte die Frau vom Boot ins Wasser. Ihr Ehemann verlor sie aus den Augen und setzte umgehend einen Notruf ab.
Auch in den News:
Rund 200 Rettungskräfte suchten nach der Vermissten
Daraufhin wurde ein internationaler Seenotalarm ausgelöst. Rund 200 Einsatzkräfte aus Deutschland, Österreich und der Schweiz suchten stundenlang nach der Vermissten, unterstützt von Suchhunden und einem Polizeihubschrauber. Der Deutsche Wetterdienst hatte zuvor vor Unwettern mit Sturmböen bis 100 km/h, Hagel und starkem Wind am Bodensee gewarnt.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Presseportal.de
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