Breitet sich aus

Stich kann "gefährlich werden": NABU warnt diese Risikogruppe vor der Asiatischen Hornisse

Veröffentlicht:

von Emre Bölükbasi

:newstime

NRW setzt Kopfgeld auf Hornissen aus (12. Mai)

Videoclip • 01:40 Min • Ab 12


Die Asiatische Hornisse breitet sich in Deutschland aus und hat inzwischen ein weiteres Bundesland erreicht. Für die meisten Menschen bleibt sie ungefährlich – doch für eine bestimmte Gruppe kann ein Stich schnell gefährlich werden.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Asiatische Hornisse breitet sich in Deutschland weiter aus.

  • Für die meisten Menschen ist sie ungefährlich.

  • Für eine bestimmte Risikogruppe kann ein Stich jedoch gefährlich werden.

Ein tiefes Brummen, ein dunkler Schatten größer als jede heimische Wespe – wer der Asiatischen Hornisse zum ersten Mal begegnet, dürfte kurz innehalten. Das eingewanderte Insekt hat sich in den vergangenen Jahren unbemerkt durch halb Deutschland gearbeitet und wurde laut dem Naturschutzbund Deutschland (NABU) nun auch in Brandenburg gesichtet.


Allergiker müssen vorsichtig sein

Die gute Nachricht vorweg: Angst muss davor kaum jemand haben. "Die Asiatische Hornisse stellt für die breite Bevölkerung keine Gefahr dar", erklärt NABU-Expertin Theresa Seidel gegenüber :newstime. Sie sei "wenig aggressiv". Sie fügt aber auch hinzu: "Sie wird Menschen nicht grundlos angreifen, aber sie wird ihr Nest verteidigen."

Nur wer ihrem Nest zu nahekomme, müsse mit Gegenwehr rechnen – dann verteidige die Hornisse ihr Zuhause. Sicherheitsabstand sei deshalb Pflicht.

Wirklich brenzlig kann es laut Seidel vor allem für eine bestimmte Gruppe werden: Allergiker:innen. Bei ihnen könne ein Stich schnell gefährlich werden.

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Was tun, wenn man eine Asiatische Hornisse entdeckt?

Wer die Hornisse entdeckt, sollte übrigens nicht selbst zur Fliegenklatsche greifen: Einzelne Tiere zu töten bringe nichts, so Seidel, da dies die Ausbreitung nicht stoppe. Stattdessen empfiehlt die Expertin: ein Foto machen und die Sichtung bei Meldeportalen wie "NABU-Naturgucker" hochladen.

"Das Nest sollte man auf keinen Fall selbst entfernen, da das sehr gefährlich ist", warnt Seidel zudem. Stattdessen solle man Behörden und anderes Fachpersonal einschalten.

Ein Blick auf die Geschichte der ungebetenen Gästin zeigt, wie rasant sie sich hierzulande ausgebreitet hat: Eingeschleppt wurde sie bereits 2004 mit einem Warentransport nach Frankreich, in Deutschland tauchte sie erstmals 2014 in Baden-Württemberg auf. Seither hat sie sich über das Saarland, Rheinland-Pfalz, Hessen und Nordrhein-Westfalen ausgebreitet. Die Expertin geht davon aus, dass die Hornisse in den kommenden Jahren in ganz Deutschland heimisch werden könnte.


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