Die Lage im Überblick

Wadephul wirbt für weitere Patriot-Lieferungen an Kiew

Veröffentlicht:

von Fabia Söllner

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Wadephul nach Angriff überraschend in Kiew

Videoclip • 02:02 Min • Ab 12


Im Krieg gegen die Ukraine nimmt die Gewalt weiter zu. Außenminister Wadephul sieht Kiew dennoch auf einem guten Weg, während Kremlchef Putin dieser Einschätzung deutlich widerspricht.

Das Wichtigste in Kürze

  • Wadephul sieht die Ukraine mit westlicher Unterstützung langfristig im Vorteil.

  • Kiew fordert dringend weitere Patriot-Systeme gegen russische Raketenangriffe.

  • Putin kündigt härtere Angriffe an und zeigt sich weiter siegessicher.

Nach viereinhalb Jahren Krieg rechnet Putin weiterhin mit einer Niederlage der Ukraine, obwohl Russland seine ursprünglichen Ziele bislang nicht erreicht hat. Außenminister Wadephul sieht dagegen Kiew im Vorteil und betont, dass die Ukraine mit westlicher Unterstützung langfristig durchhalten könne. Nach schweren russischen Angriffen mit vielen zivilen Opfern fordert die Ukraine vor allem zusätzliche Hilfe bei der Luftverteidigung.

Selenskyj braucht Patriots: Wadephul lenkt ein

Die Ukraine benötigt weiterhin dringend zusätzliche Luftabwehrsysteme, um sich vor russischen Angriffen mit ballistischen Raketen schützen zu können. Diese sind besonders schwer abzufangen, weil sie deutlich schneller als Drohnen oder Marschflugkörper sind. Präsident Selenskyj fordert deshalb seit längerer Zeit weitere Patriot-Systeme aus den USA, bislang jedoch ohne Erfolg.

Außenminister Wadephul will nun erneut bei den Verbündeten dafür werben, solche Systeme an die Ukraine abzugeben. Als mögliche Lieferländer gelten unter anderem Griechenland, Italien, Japan und Südkorea. Deutschland hat bereits fünf Patriot-Systeme geliefert und sieht bei den eigenen Beständen kaum noch Spielraum. Wadephul regte dennoch an, die Reserven der Bundeswehr noch einmal zu überprüfen.

Putin droht Kiew mit Vergeltung

Putin hat erstmals ausführlicher auf die zunehmenden ukrainischen Drohnenangriffe gegen russische Raffinerien und Logistikzentren reagiert und harte Gegenmaßnahmen angekündigt. Er warf Kiew vor, mit den Attacken eine neue Eskalationsstufe ausgelöst zu haben, und erklärte, Russlands militärische Antwort werde künftig noch stärker und zerstörerischer ausfallen.

Schon zuletzt setzte Russland vermehrt ballistische Raketen gegen Ziele in der Ukraine ein. Für Kiew sind diese Angriffe besonders gefährlich, weil es an geeigneten Abfangraketen fehlt. Bei den jüngsten Attacken kamen zahlreiche Zivilisten ums Leben. Putin bezeichnete die russischen Schläge dennoch als wirksam und behauptete, sie würden die eigenen Truppen an der Front unterstützen.

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Putin und Medwedew zeigen Siegesgewissheit

Putin und Medwedew zeigen sich weiterhin überzeugt, dass Russland den Krieg für sich entscheiden werde. Medwedew erklärte, Russland werde weitere Gebiete erobern und sich trotz des Drucks aus dem Westen durchsetzen. Tatsächlich konnte die russische Armee zuletzt jedoch keine größeren Geländegewinne erzielen und erlitt weiterhin hohe Verluste.

Putin wies zudem neue ukrainische Vorschläge für eine Friedenslösung zurück. Konkrete Inhalte nannte er nicht. Verhandlungen seien aus seiner Sicht nur auf Grundlage der aktuellen militärischen Lage möglich. Damit macht der Kreml deutlich, dass er seine Position auf dem Schlachtfeld weiterhin als entscheidende Grundlage für mögliche Gespräche betrachtet.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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