Neue Drohung
"Büchse der Pandora": Putin droht der Ukraine mit hartem Schlag
Veröffentlicht:
von Nadine von Parseval:newstime
Russland greift Kiew massiv an – 15 Tote
Videoclip • 01:40 Min • Ab 12
Nach ukrainischen Angriffen auf Ziele in Russland verschärft Wladimir Putin den Ton. Der Kremlchef kündigt eine "zerstörerische" Antwort an und nennt bereits mögliche Ziele.
Das Wichtigste in Kürze
Putin droht der Ukraine nach Angriffen auf russische Infrastruktur mit einer harten Reaktion.
Russland will nach seinen Angaben gezielt empfindliche Bereiche der ukrainischen Wirtschaft angreifen.
Gespräche über eine Friedenslösung knüpft Putin weiterhin an die militärische Lage an der Front.
Wladimir Putin richtet eine deutliche Drohung an Kiew. Nach den massiven ukrainischen Angriffen auf Ölraffinerien und Logistikzentren in Russland kündigt der Kremlchef eine scharfe Reaktion seines Militärs an.
Die Ukraine habe mit ihren Attacken auf die russische Wirtschaft die "Büchse der Pandora" geöffnet, sagte Putin in einem Interview mit dem russischen Staatsfernsehen. Zudem habe Kiew selbst den "Geist aus der Flasche" gelassen.
"Die Gegenmaßnahmen werden nicht lange auf sich warten lassen. Die bekommt ihr", sagte Putin in Richtung der Ukraine. Noch deutlicher wurde er mit Blick auf das russische Militär: "Dabei werden die Handlungen der russischen Armee noch deutlich spürbarer und zerstörerischer ausfallen."
Putin kündigt Angriffe auf ukrainische Wirtschaft an
Putin behauptete, die Ukraine habe eine solche Reaktion selbst provoziert. Russland führt allerdings seit rund viereinhalb Jahren einen Angriffskrieg gegen das Nachbarland.
Bereits in den vergangenen Wochen hatte Russland verstärkt ballistische Raketen gegen die Ukraine eingesetzt. Bei russischen Angriffen kamen zahlreiche Zivilist:innen ums Leben. Putin bezeichnete die jüngsten russischen Schläge dennoch als effektiv und behauptete, diese hätten den eigenen Soldaten an der Front geholfen.
Kremlchef räumt Schäden in Russland ein
Die ukrainischen Angriffe haben unterdessen auch in Russland Schäden verursacht. Das räumte Putin in dem Interview ein. Gleichzeitig behauptete er, die Attacken hätten weder die russische Wirtschaft entscheidend geschwächt noch Auswirkungen auf die Situation an der Front gehabt.
Nun soll nach Putins Darstellung die ukrainische Wirtschaft stärker ins Visier genommen werden. Dabei verwies er insbesondere auf die für das Land wichtigen Agrarexporte. Die Ukraine gehört weltweit zu den bedeutenden Exporteuren von Getreide.
Auch in den News:
Putin weist Vorschläge für Friedenslösung zurück
Auch über mögliche Verhandlungen äußerte sich der russische Präsident. Die Ukraine habe zuletzt "exotische Vorschläge" für eine Friedenslösung unterbreitet, behauptete Putin, ohne nähere Einzelheiten zu nennen.
Die über Vermittler überbrachten Ideen habe der Kreml zurückgewiesen. Gespräche über eine Friedenslösung seien nach Putins Darstellung nur auf Grundlage der aktuellen Situation an der Front möglich.
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