Vor Misstrauensvotum

Stimmungstest: Voigt als Thüringer CDU-Chef wiedergewählt

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Höcke will Wagenknecht an Thüringens Spitze

Videoclip • 01:02 Min • Ab 12


Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt steht nach der Aberkennung seines Doktortitels politisch unter Druck. Ein CDU-Parteitag gibt ihm aber nun Rückhalt.

Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt steht wegen seiner Plagiatsaffäre unter Druck, doch seine Partei gibt ihm Rückhalt. Der 49-Jährige wurde auf einem Landesparteitag in Eisenach mit 82,4 Prozent der abgegebenen Stimmen erneut an die Spitze der CDU in dem ostdeutschen Bundesland gewählt. Er hatte keinen Gegenkandidaten.

Die Wahl galt auch als Stimmungstest, denn Voigt muss sich am kommenden Freitag im Landtag einem Misstrauensantrag der AfD-Fraktion stellen - dem zweiten in diesem Jahr. AfD-Fraktionschef Björn Höcke wirft Voigt in der Debatte um seinen Doktortitel "fehlende moralische Integrität" vor. Höcke wird bei dem Misstrauensvotum nach Angaben seiner Fraktion selbst für das Ministerpräsidentenamt kandidieren.

Voigt wirbt um Vertrauen 

In seiner Rede vor der Abstimmung ging Voigt auch auf die Aberkennung seines Doktortitels ein. Er stecke in einem innerlichen Dilemma, sagte der Ministerpräsident. Einerseits wolle er seine wissenschaftliche Arbeit verteidigen, andererseits wisse er, dass das von politischen Gegnern für Angriffe genutzt werde.

"Wir lassen nicht zu, dass Thüringen ins Chaos gerät", sagte Voigt in Richtung AfD. Die Delegiert:innen forderte er auf: "Lasst uns ein Zeichen der Gemeinsamkeit aussenden." Sie spendeten Voigt nach seiner Rede minutenlangen Applaus.

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Voigt ist seit 2022 CDU-Landeschef in Thüringen und seit 2024 Ministerpräsident. Seine sogenannte Brombeer-Koalition aus CDU, BSW und SPD hat im Landtag keine Mehrheit, sondern nur 44 von 88 Stimmen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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