Verwechslungsgefahr
Skurrile Wahlkampfposse in Alaska: Trump ruft zur Wahl des "echten" Sullivan auf
Veröffentlicht:
von Max Strumberger:newstime
Trump liefert sich hitziges Wortgefecht mit Reporterin
Videoclip • 37 Sek • Ab 12
In Alaska sorgt eine ungewöhnliche Namensgleichheit für politischen Streit: Zwei republikanische Kandidaten namens Dan Sullivan treten in der Vorwahl an. Jetzt meldet sich US-Präsident Trump dazu.
Das Wichtigste in Kürze
Ein kaum bekannter Pensionär könnte bei der Senatswahl in Alaska zum politischen Faktor werden.
Sein Name ähnelt dem des republikanischen Amtsinhabers Dan Sullivan.
Trump reagierte mit einem ungewöhnlichen Appell an die Wähler.
Bei der Vorwahl im US-Bundesstaat Alaska gibt es bei den antretenden Kandidaten akute Verwechslungsgefahr. Mit Dan S. Sullivan und Dan J. Sullivan qualifizierten sich zwei republikanische Kandidaten für die bevorstehende Senatswahl. Ihre nahezu identischen Namen sorgen nun für Wirbel – selbst US-Präsident Donald Trump schaltete sich persönlich ein.
Der amtierende Senator Dan S. Sullivan sieht in der Kandidatur seines Namensvetters eine Gefahr für seine Wiederwahl. Nach seiner Darstellung könnte der bislang weitestgehend unbekannte Bewerber Stimmen von ihm abziehen. Davon könnte die demokratische Favoritin Mary Peltola profitieren, die bei der Vorwahl bislang vorne liegt.
Trump fordert auf, den "echten Dan Sullivan" zu wählen
Der zweite Dan Sullivan wurde erst kurz vor der Abstimmung zugelassen. Das Oberste Gericht Alaskas entschied, dass er auf dem Stimmzettel erscheinen darf. Dort wurde er jedoch ohne Parteizugehörigkeit geführt, während der Amtsinhaber als republikanischer Senator und Amtsinhaber gekennzeichnet war.
US-Präsident Trump forderte deshalb die Wähler auf, den "echten Dan Sullivan" zu unterstützen. Den Herausforderer beschuldigte er, eine Täuschung und eine Marionette der Demokraten zu sein. Belege für eine Verbindung zur Demokratischen Partei wurden nicht genannt.
Mehr zu dem Thema:
Das ist der Herausforderer Dan J. Sullivan
Über Dan J. Sullivan ist nur wenig bekannt. Der pensionierte Lehrer und frühere Mitarbeiter der Forstverwaltung lebt Medienberichten zufolge in Petersburg. Er trat nicht öffentlich auf und verfügt über keine eigene Wahlkampfwebseite. Laut "New York Times" stimmte er zuletzt für demokratische Präsidentschaftskandidaten und nahm an Protesten gegen Trump teil.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Nachrichtenagentur Reuters
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