Drohgebärden aus den USA
"In Grund und Boden bombardieren": Trump geht auf den Oman los
Veröffentlicht:
von Benedikt Rammer:newstime
Trumps Gesundheit: Top-Arzt schlägt Alarm
Videoclip • 01:18 Min • Ab 12
Der Oman arbeitet offenbar gemeinsam mit Teheran an einem Mechanismus für die Straße von Hormus – bislang jedoch ohne Einigung. Unterdessen verschärft der US-Präsident erneut den Ton.
Mit einer scharfen Drohung hat US-Präsident Donald Trump den Druck auf den Oman erhöht. Das Sultanat soll derzeit mit dem Iran klären, wie künftig die Schifffahrt durch die Straße von Hormus geregelt sein soll - bisher ohne Einigung. "Wenn der Oman uns in die Quere kommt, werden wir sie in Grund und Boden bombardieren", sagte Trump dem Sender Fox News. Der Oman ist bislang keine aktive Kriegspartei.
Das zwischen Teheran und Washington ausgehandelte Rahmenabkommen sah vor, dass der Oman und der Iran gemeinsam eine Lösung für die Schifffahrt finden - in Absprache mit den Anrainerstaaten und unter Berücksichtigung internationalen Rechts. Der Oman berichtete zwar von konstruktiven Gesprächen, eine Einigung wurde bisher aber nicht verkündet. Trump hatte bereits im Mai mit einer Drohung Richtung Maskat für Verwunderung gesorgt. Der Oman gilt wegen seiner Rolle als internationaler Mediator in regionalen Krisen als "Schweiz des Nahen Ostens" und hat wiederholt zwischen den USA und dem Iran vermittelt.
Trump legt dem Iran die Kapitulation nahe
Trump sagte weiter, trotz der im Rahmenabkommen festgesetzten und mittlerweile abgelaufenen 60-Tage-Frist für vertiefte Verhandlungen mit dem Iran stehe er nicht unter Druck. "Ich habe es nicht eilig", erklärte er. Dem Iran legte er nahe, angesichts des wachsenden Drucks die Weiße Fahne zu hissen. "Es sind gute Pokerspieler, aber sie gehen zugrunde."
Angesichts des Fristablaufs mahnte UN-Generalsekretär António Guterres über seinen Sprecher: "Es gibt keine militärische Lösung für diesen Konflikt." Guterres fordere die Islamische Republik Iran und die Vereinigten Staaten auf, wieder Verhandlungen aufzunehmen und "die Rhetorik zu mäßigen, die wir in den letzten Tagen vernommen haben", hieß es in der Mitteilung.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Mecklenburg-Vorpommern
Belästigungsvorwürfe: Grüne-Fraktionschefin Oehlrich tritt zurück

Nächstes Naturphänomen
Mondfinsternis in Deutschland: Wann genau kannst du sie bestaunen?

Reifenteile aufgesammelt
Vorfall mit Boeing 787 – Münchner Flughafen knapp Katastrophe entgangen

Drohkulisse vor deutscher Küste
Putins Marine rückt vor: Hyperschall-Fregatte in der Ostsee

Wegen Trumps Wirtschaftspolitik
Einbruch um 65 Prozent: Deutsche Firmen fahren US-Investitionen drastisch ein

Unglück in Kildare
Tödlicher Frontal-Crash in Irland: Fünf Teenager kommen bei schwerem Autounfall ums Leben

