Erneute Eskalation

USA verschärfen Ton gegen Iran: Neue Angriffe, neue Drohungen

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Trump stellt Iran neues Ultimatum

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Angriffe im Minutentakt, neue Drohungen, blockierte Schiffsrouten: Der Krieg zwischen den USA und Iran eskaliert und zieht die ganze Region in Mitleidenschaft. Doch der US-Präsident spricht Iran eine Geste des guten Willens zu.

Nach den neuen Angriffen und Drohungen der USA gegen Iran rückt eine diplomatische Lösung offenbar in weitere Ferne. Am Mittwoch flog das US-Militär gleich zwei Angriffswellen und attackierte zusätzlich ein Schiff, das gegen die Blockade iranischer Häfen verstoßen haben soll. US-Präsident Donald Trump drohte erneut mit der Zerstörung ziviler Infrastruktur – um kurz darauf überraschend versöhnliche Töne anzuschlagen. Iran habe einer Ende 2024 inhaftierten US-Bürgerin die Ausreise erlaubt, teilte Trump auf Truth Social mit: "Die Vereinigten Staaten von Amerika wissen diese Geste des guten Willens seitens des Irans zu schätzen!"


USA greifen den Iran zweimal am Tag an

Allein am Mittwoch startete das US-Militär zwei weitere Angriffswellen gegen Iran. Angegriffen worden seien Kommandozentren, Flugabwehrstellungen und weitere militärische Ziele. Die Fähigkeit Irans, Handelsschiffe in der Straße von Hormus zu bedrohen, sei damit eingeschränkt worden. Das US-Militär sprach von "zahlreichen Zielen".

Kurz nach Beginn der neuen Angriffswelle heulten in den USA-verbündeten Golfstaaten Kuwait und Bahrain erneut Sirenen, Explosionsgeräusche waren zu hören. Die Flugabwehr sei wegen Drohnenattacken aktiviert worden, teilte die kuwaitische Armee auf X mit. Bahrains Bevölkerung wurde aufgerufen, sich in Sicherheit zu bringen.

UN-Generalsekretär António Guterres zeigte sich "zutiefst besorgt" über die anhaltende militärische Eskalation. Er rief alle Beteiligten zur sofortigen Deeskalation sowie zur Rückkehr zu Dialog und Diplomatie auf. Würden die Kampfhandlungen wieder in vollem Umfang aufgenommen, drohten "katastrophale Konsequenzen". Zudem müsse der freie Schiffsverkehr durch die Straße von Hormus sichergestellt werden, bekräftigte Guterres.

Welchen Plan verfolgt Donald Trump mit Anfriffen auf den Iran?

Für zusätzliche Spannungen sorgt die US-Seeblockade gegen iranische Häfen, die seit Dienstag wieder gilt. Innerhalb der ersten 24 Stunden hätten die US-Streitkräfte zwei Handelsschiffe umgeleitet, die versucht hätten, die Blockade zu durchbrechen.

Am Mittwoch griff das US-Militär laut Centcom zudem einen unbeladenen Öltanker an, der einen iranischen Hafen am Persischen Golf habe ansteuern wollte. Das Schiff sei in internationalen Gewässern Richtung der für Irans Ölindustrie wichtigen Insel Charg unterwegs gewesen.

Die an der Georgetown University lehrende US-Journalistin Tara Kangarlou glaubt nicht, dass die Blockade der iranischen Wirtschaft stark schaden wird. "Wenn Donald Trump vorhaben sollte, den Iran wirtschaftlich in den Würgegriff zu nehmen: Die Iraner haben längst Wege gefunden, ihr Öl zu verkaufen", sagte sie dem Sender Al Jazeera. Es gebe viele alternative Exportrouten, um die Seeblockade zu umgehen.

Das "Wall Street Journal" berichtet unter Berufung auf US-Beamte, Trump tendiere zu einer Ausweitung des militärischen Vorgehens, habe aber noch keine endgültige Entscheidung getroffen. Zudem drohte der US-Präsident Iran erneut mit Angriffen auf zivile Infrastruktur.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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