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UN-Debatte: Trumps Agenda zwischen Iran und Grönland - Rede LIVE verfolgen

Aktualisiert:

von Claudia Scheele

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Grönland: USA und Dänemark wohl einig

Videoclip • 01:30 Min • Ab 12


Donald Trump nutzt die UN-Generaldebatte für Gespräche über den Iran-Krieg, die Ukraine und Grönland. Besonders gespannt wird auf ein angekündigtes Abkommen zur Arktisinsel geschaut.

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump nutzt die UN-Generaldebatte für Gespräche über den Iran-Krieg, die Ukraine und den Streit um Grönland.

  • Ein Abkommen zwischen den USA, Dänemark und Grönland soll unterzeichnet werden, Details über mögliche US-Befugnisse sind aber weiter unklar.

  • Neben Trump und Selenskyj werden rund 120 Staats- und Regierungschefs in New York erwartet, auch der Nahostkonflikt und Venezuela stehen auf der Tagesordnung.

US-Präsident Donald Trump steht bei der UN-Generaldebatte in New York vor einer dicht gedrängten außenpolitischen Agenda. Im Mittelpunkt stehen der weiterhin ungelöste Iran-Krieg, der russische Angriffskrieg gegen die Ukraine und ein angekündigtes Abkommen im Streit um Grönland. Rund 120 Staats- und Regierungschefs werden zur wichtigsten UN-Woche des Jahres erwartet.

Am Dienstag (22. September) ab 15 Uhr deutscher Zeit beginnt die Debatte. Verfolge HIER die Reden LIVE auf Joyn. Ab 15:45 Uhr wird US-Präsident Donald Trump an das Rednerpult treten, gefolgt vom türkischen Regierungschef Recep Tayyip Erdogan und dem französischen Präsidenten Emmanuel Macron.

Nahost-Konflikt überschattet Trumps Auftritt

Besonders der Konflikt mit dem Iran überschattet Trumps Auftritt. Nach Angaben der vorliegenden Informationen will Trump Vertreter:innen der Golfstaaten treffen, die von den Folgen der Kämpfe und den Einschränkungen in der Straße von Hormus besonders betroffen sind. Die für den internationalen Ölhandel zentrale Meerenge ist seit Kriegsbeginn immer wieder Schauplatz von Angriffen und Drohungen. Das ließ die Öl- und Treibstoffpreise weltweit steigen.


Iran-Gespräche ohne Aussicht auf schnellen Durchbruch

Auch Irans Präsident Massud Peseschkian soll nach New York reisen. Ob es zu einem direkten Treffen mit Trump kommt, war zunächst offen. Der Konflikt dauert inzwischen seit fast sieben Monaten an. Trump hatte eine schnelle Beilegung erwartet, doch eine dauerhafte Vereinbarung zwischen Washington und Teheran ist weiter nicht in Sicht.

Im vergangenen Jahr hatte ein Treffen Trumps mit arabischen und islamischen Staaten am Rande der UN-Woche den Weg für seinen Gaza-Plan geebnet. Für den Iran-Konflikt rechnen Fachleute diesmal jedoch nicht mit einem ähnlichen Durchbruch. Die Positionen bei der Kontrolle und Nutzung der Straße von Hormus liegen weiterhin weit auseinander.


Grönland-Abkommen soll in New York unterzeichnet werden

Trump will die UN-Bühne zugleich nutzen, um eine Einigung im Grönland-Streit zu präsentieren. Die USA, Dänemark und Grönland hatten vor wenigen Tagen einen Durchbruch verkündet. Am Dienstag soll ein Abkommen unterzeichnet werden, über dessen konkrete Inhalte bisher nur wenig bekannt ist.

Trump sprach von weitreichenden Befugnissen und Kontrolle für die Vereinigten Staaten auf der strategisch wichtigen Arktisinsel. Die dänische und grönländische Seite bestätigten diese Darstellung bislang nicht in dieser Form. Sie bezeichneten die Vereinbarung vielmehr als Deal, der auch der NATO und Europa nützen solle. Nach Trumps früheren Annexionsdrohungen gegen Grönland dürfte die Präsentation des Abkommens besonders genau beobachtet werden.

Auch in den News:

Ukraine, Venezuela und Nahost auf der Tagesordnung

Berichten zufolge trifft Trump am Rand der Debatte auch den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj. Dabei soll es unter anderem um eine mögliche Teilwaffenruhe gehen, die Angriffe auf Energieanlagen und Ziele auf See begrenzen könnte. Bisher führten die US-Vermittlungsversuche im Krieg zwischen Russland und der Ukraine jedoch nicht zu entscheidenden Fortschritten.

Weitere Gespräche sind mit dem britischen Premierminister Andy Burnham und Venezuelas geschäftsführender Präsidentin Delcy Rodríguez geplant. Großbritannien, Frankreich und Kanada wollen zudem über eine Zweistaatenlösung im Nahostkonflikt beraten. Deutschland wird in New York von Außenminister Johann Wadephul, Umweltminister Carsten Schneider und Entwicklungsministerin Reem Alabali Radovan vertreten. Bundeskanzler Friedrich Merz sagte seine Teilnahme kurzfristig ab.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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