Neue Bewegung?
Aufstand von rechts: Gruppe um Tucker Carlson schmiedet wohl Anti-Trump-Partei
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von Emre Bölükbasi:newstime
Trump: "Ohne mich seid ihr pleite" (25. Juli)
Videoclip • 01:12 Min • Ab 12
Einst waren sie treue Trump-Verbündete, jetzt sind sie offene Rebellen: Mehrere prominente US-Rechte sollen bei einem Treffen den Grundstein für eine neue politische Bewegung gelegt haben.
Das Wichtigste in Kürze
Mehrere ehemalige Trump-Unterstützer:innen haben sich offenbar getroffen, um über eine neue politische Bewegung gegen Donald Trump zu beraten.
Grund für den Bruch sollen hauptsächlich die US-Militärkooperation mit Israel sowie Trumps Umgang mit den Epstein-Akten sein.
Wer die Bewegung anführen könnte, ist noch offen.
Ein Foto, ein Satz, eine Kampfansage: Als die frühere Republikanerin Marjorie Taylor Greene am Samstag (1. August) ein Bild von einem Treffen auf dem Anwesen des Journalisten Tucker Carlson in Maine postete, war klar: Hier bahnt sich ein offener Bruch mit US-Präsident Donald Trump an – dem Mann, den beide einst eifrig unterstützten, aber nun offen kritisieren.
Laut "Politico" kamen bei dem Treffen mehrere Ex-Trump-Anhänger:innen zusammen, um über die Gründung einer dritten politischen Kraft neben der Demokratischen Partei und der Republikanischen Partei zu beraten. Im Zentrum: der Rückzug der USA aus internationalen Konflikten.
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Greenes Worte zu dem Treffen lassen keinen Zweifel an der Sprengkraft: "Wir haben gesagt: keine ausländischen Kriege mehr, und wir haben es ernst gemeint. Wir haben Donald Trump unterstützt, weil er das versprochen hat. Aber er hat uns alle verraten", schrieb sie. Und weiter: "Die Bewegung hat begonnen." Was genau mit der letzten Aussage gemeint ist, ließ sie offen.
Mehr zur Trump-Kritik:
Der Riss zwischen den einstigen Trump-Weggefährt:innen hatte sich schon länger angebahnt – befeuert durch die fortgesetzte militärische Kooperation der USA mit Israel im Nahen Osten und Trumps zögerliche Haltung, alle Ermittlungsakten zum verurteilten Sexualstraftäter Jeffrey Epstein freizugeben. Besonders Greene pochte lange Zeit auf eine vollständige Veröffentlichung der Epstein-Files und wurde Trump gegenüber immer kritischer.
Joe Kent, der selbst früher für die Trump-Regierung tätig war und in diesem Jahr aufgrund der US-Angriffe auf den Iran zurücktrat, beschrieb das Treffen gegenüber dem Sender "The Young Turks" als strategische Reaktion auf den anhaltenden Konflikt mit Teheran.
Auch in den News:
Steigt Carlson ins Rennen um die Präsidentschaft?
Wer die neue Bewegung anführen könnte, bleibt offen. Laut Kent drängten bei dem Treffen alle Teilnehmer:innen Carlson, 2028 selbst als Präsidentschaftskandidat anzutreten – dieser habe jedoch abgelehnt.
"Hoffentlich wacht er eines Tages auf und sagt, dass er antreten wird", so Kent. Einig sei man sich zumindest in der Grundhaltung: "Wir wollen nicht, dass Israel unsere Außenpolitik bestimmt. Wir wollen keine weiteren ausländischen Kriege mehr."
Der US-Journalist Carlson unterstützte Trump noch im letzten Rennen um die US-Präsidentschaft lautstark in der Öffentlichkeit. Aufgrund der US-Angriffe im Nahen Osten gilt er seit langem als einer der prominentesten rechten Kritiker:innen Trumps.
Verwendete Quellen:
Politico: "Anti-Trump conservatives Tucker Carlson, MTG, Massie huddle about launching third-party movement"
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