"Remigration"
Trumps ICE-Hardliner gibt AfD Abschiebe-Tipps
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
AfD will Abschiebe-Flughafen
Videoclip • 01:02 Min • Ab 12
Beim "Remigration Summit" in Portugal hat sich AfD-Bundesvorstand Kay Gottschalk einem Medienbericht zufolge in Sachen Abschiebung coachen lassen. Der Partei-Vize soll darüber mit Gregory Bovino gesprochen haben, der für die gewaltsamen ICE-Einsätze in Minneapolis zuständig war.
Das Wichtigste in Kürze
AfD-Vizechef Kay Gottschalk hat einem Medienbericht zufolge Ende Mai an einem rechtsextremistischen Netzwerktreffen in Porto teilgenommen.
Dort soll er mit Gregory Bovino, alias "Gestapo Greg", über Abschiebungen gesprochen haben.
Der stellvertretende Bundessprecher der AfD lud ein Video des Gesprächs auf "X" hoch.
Der stellvertretende AfD-Bundessprecher Kay Gottschalk hat einem Medienbericht zufolge Ende Mai am rechtsextremistischen"Remigration Summit" in Portugal teilgenommen. Auf dem Kongress machte der Bundesvorstand ein Foto von sich mit Gregory Bovino, den Gottschalk auf Instagram anschließend als "legendär" bezeichnete. Das meldet die Tageszeitung "taz" am 2. Juni.
Dem Bericht zufolge wird Gregory Bovino auch "Gestapo Greg" genannt. Er sei direkt verantwortlich gewesen für die gewalttätigen Einsätze der Einwanderungsbehörde ICE im vergangenen Jahr in Minneapolis, bei denen maskierte ICE-Einheiten US-Bürger:innen verhafteten und Renée Good und Alex Pretti vor laufenden Handy-Kameras erschossen wurden. Nachdem Bovino deshalb in den vorzeitigen Ruhestand versetzt worden sei, inszeniere er sich gern martialisch in langen schwarzen Mänteln und mit Fantasieuniformen. Das habe ihm in den USA den Spitznamen "Gestapo-Greg" eingebracht.
Auch in den News:
Außer dem gemeinsamen Bild postete Kay Gottschalk auch ein Video, in dem sich der AfD-Vize-Parteichef und Greg Bovino über Bovinos Rolle in der US-Administration und die ICE-Einsätze unterhalten.
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Gottschalk: "Könnten wir das Gleiche auch in Deutschland machen?"
Er sei für "Mass deportations" (Massendeportationen) verantwortlich gewesen, sagt Bovino, die man in Europa ja "Mass repatriations" (Abschiebungen) nenne. "Könnten wir das Gleiche auch in Deutschland und Europa machen?", fragt ihn Gottschalk. Bovino antwortet: "Kay, absolut!" Man solle die "gut" funktionierenden Dinge aus den USA direkt in Deutschland einführen, schlägt Bovino vor.
Wie es weiter in dem Bericht heißt, redet Bovino dann über seine "City Hopping Campaigns", die in den Jahren vor Trumps Regierungszeit entwickelt worden seien. Bovino verweist auf seine Expertise in Sachen Abschiebe-Großaktionen und sagt: "Ihr habt das nötige Fachwissen – ich bin nur einen Telefonanruf entfernt … Es gibt immer Wege. Die Deutschen sind sehr gut darin." Wenn man die Kreativität und Innovation der AfD und Deutschland in Abschiebungen und "Remigration" stecke, werde Deutschland dabei schnell und erfolgreich sein, so Bovino weiter.
Gottschalk, der für die AfD-Fraktion im Bundestag sitzt, schmeichelt Trumps ehemaligem Hardliner: "Vielleicht kann ich dich in den Bundestag einladen, damit du uns aus deinen Erfahrungen ein paar Ideen für Deutschland geben kannst?" – Bovino antwortet: "Darauf kannst du wetten."
Verwendete Quelle:
taz.de: "Rechtsextremes Netzwerk-Treffen in Porto: AfD holt sich Abschiebe-Tipps von ICE-Kommandeur"
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