Oberhaupt fordert Frieden
Nach Beleidigung durch Trump als "schrecklich" – Papst kontert: "Habe keine Angst"
Aktualisiert:
von Marie-Finn Bruker:newstime
Trump attackiert den Papst
Videoclip • 59 Sek • Ab 12
Der Papst ruft zum Frieden auf. US-Präsident Donald Trump reagiert darauf mit starker Kritik: Das katholische Oberhaupt sei "schrecklich".
Das Wichtigste in Kürze
In einem Friedensgebet fordert Papst Leo vor Milliarden Katholik:innen das Kriegsende.
US-Präsident Trump reagiert scharf: Der Papst sei "schrecklich", ohne Trump sei Leo nicht gewählt worden.
Leo reagiert gelassen und weist die Kritik zurück, Angst vor der Trump-Regierung habe er keine.
"Schluss mit dem Krieg!", appellierte Papst Leo vergangenen Samstag (11. April) bei einem großen Friedensgebet in Rom. Der erste US-amerikanische Papst richtete sich dabei auch direkt an die Regierenden.
Präsident Donald Trump reagiert empört. Der Papst sei "schrecklich" in Bezug auf die Außenpolitik, schreibt er auf der Plattform Truth Social. Trump wolle keinen Papst, der es in Ordnung finde, dass der Iran eine Atomwaffe besitze. Er wolle keinen Papst, der denke, dass es schrecklich sei, dass die USA Venezuela angegriffen hätten.
Weiter behauptet Präsident Trump: "Wenn ich nicht im Weißen Haus wäre, wäre Leo nicht im Vatikan." Der Papst sollte "dankbar" sein, er sei nur wegen seiner US‑amerikanischen Herkunft zum katholischen Oberhaupt gewählt worden.
Wenig später nach seinem Post gegen Papst Leo veröffentlichte Trump kommentarlos ein KI-generiertes Bild auf Truth Social. Darauf zu sehen: Er selbst als gottesähnliche Lichtgestalt, die sich auch als Jesus deuten lässt. In dem Bild legt er einem offenbar kranken Mann die Hand auf die Stirn, strahlendes Licht umgibt den Mann.
Auf diesem auf Truth Social geposteten, KI-generierten Bild ist Donald Trump als gottesähnliche Gestalt zu sehen.
Bild: Donald J. Trump - Truth Social
Auch in den News:
Papst fordert Ende des Krieges
Bei seinem Friedensgebet im Petersdom hatte Papst Leo weltweit vor etwa 1,4 Milliarden Katholik:innen zu einem Stopp der Kriegsgewalt aufgerufen.
Zuletzt hatte der Papst seine Friedensappelle vor allem mit Blick auf den Iran-Krieg verschärft. Der sonst eher zurückhaltende Pontifex verurteilte die heftigen Drohungen Trumps gegen den Iran. Sie seien "wirklich inakzeptabel".
Leo sprach außerdem von "Allmachtsfantasien, die um uns herum immer unberechenbarer und aggressiver werden" und richtete sich aktiv an die Regierenden: "Haltet ein! Es ist Zeit für den Frieden!"
Papst Leo: "Keine Angst vor der Trump-Regierung"
Die scharfen Vorwürfe Trumps weist der Papst zurück. "Was ich sage, ist keineswegs als Angriff auf irgendjemanden gemeint." Das Oberhaupt der Katholik:innen betont, er sei "kein Politiker", dennoch lade er "alle Menschen dazu ein, Brücken für Frieden und Versöhnung zu bauen und nach Wegen zu suchen, um Krieg zu vermeiden". Und weiter betonte Papst Leo: "Ich habe keine Angst vor der Trump-Regierung."
Am 28. Februar griffen die USA und Israel den Iran an, dieser schlug zurück. In der Nacht auf Mittwoch (8. April) hatte Trump einer zweiwöchigen Waffenruhe zugestimmt. Ob und wie lange diese Einigung tatsächlich halten wird, ist derzeit unklar.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
Truth Social: Donald J. Trump
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