Schlechte Umfragen
Trump laufen die Männer davon - seine wichtigste Wählergruppe
Veröffentlicht:
von Joachim Vonderthann:newstime
Donald Trump ordnet Handelsstopp mit Spanien an
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Donald Trump hat bei der Wahl 2024 vor allem dank männlicher Wähler gewonnen – nun bröckelt genau diese Basis: Aktuelle Umfragen zeigen, dass Trumps Zustimmungswerte auf ein historisches Tief gefallen sind, und das ausgerechnet bei einer seiner treuesten Wählergruppen.
Das Wichtigste in Kürze
Donald Trumps Zustimmung unter männlichen Wählern - seiner wichtigsten Wählergruppe - ist deutlich gefallen.
Auch insgesamt fällt der Zuspruch für den aktuellen US-Präsidenten auf ein historisches Tief.
Besonders die sinkenden Umfragewerte in bestimmten Themenfeldern dürften Trump Sorgen bereiten.
Es war eine der zentralen Säulen von Donald Trumps Wahlsieg im November 2024: Männliche Wähler stimmten mit einem Vorsprung von 12 Prozentpunkten für den Republikaner – gegenüber seiner damaligen Gegenkandidatin, der Demokratin Kamala Harris. Doch knapp zwei Jahre später zeigen aktuelle Umfragedaten: Ausgerechnet diese Gruppe wendet sich zunehmend von Trump, der gerade wieder auf dem NATO-Gipfel in Ankara für Diskussionen sorgt, ab.
Eine neue Erhebung des Meinungsforschungsinstituts Focaldata im Auftrag der "Financial Times", durchgeführt vom 26. bis 30. Juni 2026 unter 2.016 Erwachsenen, zeigt einen deutlichen Rückgang. Trumps sogenannte Netto-Zustimmung – also der Unterschied zwischen Zustimmung und Ablehnung – ist unter männlichen Wählern innerhalb eines einzigen Monats von minus 13 auf minus 19 gefallen. Das entspricht einem Rückgang von sechs Prozentpunkten in weniger als vier Wochen, wie "Newsweek" berichtet.
Auch in den News:
Historisches Tief: 57 Prozent lehnen Trump ab
Der Absturz beschränkt sich nicht nur auf männliche Wähler. In der Gesamtbevölkerung erreicht Trumps Netto-Zustimmung laut Focaldata ein historisches Tief von minus 23. Konkret: Nur noch 34 Prozent der Befragten billigen Trumps Amtsführung, während 57 Prozent sie ablehnen. Es ist bereits der vierte Monat in Folge, in dem der Anteil der Ablehnenden gestiegen ist.
Besonders verheerend sind die Zahlen in wirtschaftlichen Fragen – jenem Themenfeld, mit dem Trump 2024 massiv punkten konnte. Beim Thema Inflation und Lebenshaltungskosten liegt seine Zustimmung bei lediglich 20 Prozent, während 67 Prozent ihn in diesem Bereich negativ bewerten. Beim Thema Jobs und Wirtschaft ergibt sich ein ähnliches Bild: 29 Prozent Zustimmung stehen 56 Prozent Ablehnung gegenüber. Selbst beim Thema Einwanderung und Grenzschutz, bei dem Trump traditionell punkten kann, liegt die Zustimmung mit 41 Prozent mittlerweile unter der Ablehnungsquote von 46 Prozent.
Weitere Umfragen bestätigen Trumps Negativtrend
Die Focaldata-Erhebung ist dabei kein Einzelfall – andere aktuelle Umfragen zeichnen ein ähnliches Bild, wenngleich mit leicht unterschiedlichen Werten:
Eine Umfrage des Economist/YouGov vom 26. bis 29. Juni 2026 unter 1.606 US-Erwachsenen zeigt Trumps Gesamtzustimmung bei 38 Prozent gegenüber 58 Prozent Ablehnung. Unter Männern kommt Trump laut "Newsweek" hier auf 44 Prozent Zustimmung bei 53 Prozent Ablehnung.
Eine Erhebung von Big Data Poll vom 26. bis 28. Juni 2026 unter 2.971 registrierten Wähler:innen kommt zu einem etwas günstigeren Ergebnis für Trump: 42,9 Prozent Zustimmung gegenüber 53,4 Prozent Ablehnung. Bei Männern liegt Trump hier mit 50,3 Prozent Zustimmung gegenüber 47,1 Prozent Ablehnung noch knapp vorne.
Weißes Haus weist Kritik zurück
Das Weiße Haus reagierte auf die Umfrageergebnisse mit einer Standardantwort. Sprecher Davis Ingle erklärte gegenüber "Newsweek": "Die ultimative Umfrage fand am 5. November 2024 statt, als fast 80 Millionen Amerikaner Präsident Trump mit überwältigender Mehrheit gewählt haben, um seine populäre und vernünftige Agenda umzusetzen. Kein anderer Präsident in der Geschichte hat mehr für das amerikanische Volk getan als Präsident Trump."
Für Beobachter:innen der US-Politik sehen in den Umfragewerten dennoch ein deutliches Warnsignal für Trump und seine Republikaner – insbesondere mit Blick auf die Midterm-Wahlen 2026, bei denen Wirtschaft, Inflation und Lebenshaltungskosten die zentralen Themen sein dürften.
Verwendete Quellen:
Newsweek: "Donald Trump’s Net Approval Among Men Slips—New Poll"
Nachrichtenagentur Reuters
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