Vor allem bei unabhängigen Wähler:innen
Neue Umfragen: Trump verliert deutlich an Rückhalt
Veröffentlicht:
von Max StrumbergerUS-Präsident Donald Trump verliert weiter an Zustimmung.
Bild: Julia Demaree Nikhinson/AP/dpa
US-Präsident Donald Trump geht mit einem deutlichen Umfragetief in seine erste "State of the Union"-Rede der zweiten Amtszeit. Neue Erhebungen großer US-Medien zeigen: Nur eine Minderheit ist mit seiner Politik zufrieden, viele bewerten die Lage des Landes skeptisch.
Das Wichtigste in Kürze
Kurz vor seiner ersten "State of the Union"-Rede der zweiten Amtszeit steht Donald Trump innenpolitisch unter Druck.
Neue Umfragen bescheinigen ihm historisch schlechte Zustimmungswerte
Vor allem unabhängige Wähler wenden sich deutlich von ihm ab.
US-Präsident Donald Trump sieht sich kurz vor seiner ersten "State of the Union"-Rede seiner zweiten Amtszeit mit äußerst schlechten Zustimmungswerten konfrontiert. Das geht aus mehreren neuen Umfragen hervor, die in dieser Woche veröffentlicht wurden. Laut einer am Sonntag publizierten Erhebung der "Washington Post" in Zusammenarbeit mit ABC News und Ipsos sind derzeit nur 39 Prozent der Amerikaner mit der Art und Weise zufrieden, wie Trump sein Amt ausübt. Gleichzeitig gaben 47 Prozent an, sie lehnten den Präsidenten "stark" ab.
Besonders deutlich ist der Stimmungsumschwung unter unabhängigen Wähler:innen. In einer separaten CNN-Umfrage, die am Montag veröffentlicht wurde, sagten nur noch 26 Prozent der befragten Unabhängigen, sie befürworteten Trumps Amtsführung – ein Rückgang um 15 Prozentpunkte im Vergleich zu einer Umfrage vom Februar 2025. Nur 38 Prozent der Erwachsenen meinen demnach, die Politik Trumps bewege das Land "in die richtige Richtung".
Trump-Lager verweist auf Wahlsieg vom November 2024
Das Weiße Haus weist die Aussagekraft der aktuellen Zahlen zurück und verweist stattdessen auf den Wahltag. Der Sprecher des Weißen Hauses, Davis R. Ingle, erklärte, die aussagekräftigste Umfrage habe bereits stattgefunden: "Die entscheidende Umfrage fand am 5. November 2024 statt, als fast 80 Millionen Amerikaner Präsident Trump in überwältigender Weise gewählt haben, damit er sein populäres und vernünftiges Programm umsetzt", so Ingle. "Der Präsident hat bereits historische Fortschritte erzielt, nicht nur in den USA, sondern weltweit. Es ist nicht überraschend, dass Präsident Trump weiterhin die dominierende Figur in der amerikanischen Politik ist."
Auch Trump selbst wies die schlechten Werte scharf zurück und griff die Demoskopie grundsätzlich an. "Ich hatte vor der Wahl Umfragen, die gezeigt haben, dass ich überrollt werde, und ich habe in einem Erdrutschsieg gewonnen", sagte Trump bei einer Zeremonie im Weißen Haus. "Das waren Fake-Umfragen. Ich habe heute eine Fake-Umfrage gesehen, die sagt, ich liege bei 40 Prozent. Ich liege nicht bei 40 Prozent. Ich liege viel höher. Ich würde liebend gern gegen jeden antreten. Die echten Umfragen sagen, du würdest jeden vernichten, es wäre nicht einmal knapp."
USA tief gespalten
Die Umfragen zeichnen zugleich ein tief gespaltenes Bild der amerikanischen Gesellschaft. Laut einer gemeinsamen Erhebung von NPR, PBS und Marist sind sechs von zehn Befragten der Ansicht, dass es dem Land heute schlechter geht als vor einem Jahr. Unter den Demokrat:innen teilen 90 Prozent diese Einschätzung, bei den Unabhängigen sind es 68 Prozent. Umgekehrt sagen 82 Prozent der Republikaner:innen, die Nation stehe heute besser da als noch im Vorjahr – ein deutlicher Hinweis darauf, wie sehr die Wahrnehmung der Lage von der politischen Zugehörigkeit abhängt.
Auch in den News:
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
NPR
CNN
ABC/Ipsos
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