US-Kulturpolitik

Trump will Kennedy Center vorübergehend schließen – aus diesem Grund

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von Emre Bölükbasi

US-Präsident Trump hat die vorübergehende Schließung des Kennedy Centers angekündigt. (Archivbild)

Bild: REUTERS


Washingtons Kulturtempel, das berühmte Kennedy Center, soll nach einem Umbau der "weltbeste Ort für Kunst und Entertainment" werden. Deshalb wird es vorübergehend geschlossen.

Das Wichtigste in Kürze

  • US-Präsident Trump lässt das renommierte Kennedy Center in Washington für rund zwei Jahre schließen.

  • Das Gebäude soll umfassend renoviert werden.

  • Nach der Modernisierung soll das Zentrum laut Trump zum "besten Ort für Musik, Kunst und Entertainment weltweit" werden.

Nach der umstrittenen Umbenennung des renommierten Kennedy Centers in "Trump Kennedy Center" sorgt US-Präsident Donald Trump erneut für Aufsehen in der Kulturwelt: Das Kulturhaus im Herzen Washingtons soll ab Juli für rund zwei Jahre geschlossen werden. Die Maßnahme kündigte Trump persönlich auf seiner Plattform Truth Social an.

Der Präsident begründet den Schritt mit dem schlechten Zustand des Gebäudes und dessen Renovierungsbedürftigkeit – eine Einschätzung, die die US-Regierung in der Vergangenheit mehrfach betonte. Nach dem Umbau soll das "Trump Kennedy Center" laut dem Republikaner zum "besten Ort für Musik, Kunst und Entertainment weltweit" werden.

Trumps Kontrolle über das Kulturzentrum wächst

Die angekündigte Schließung reiht sich ein in eine Serie von Maßnahmen, mit denen Trump das Kennedy Center unter seine Kontrolle gebracht hat. Bereits kurz nach seinem Amtsantritt entließ er mehrere Mitglieder des Kuratoriums, übernahm selbst den Vorsitz und ernannte den früheren US-Botschafter in Deutschland, Richard Grenell, zum Präsidenten der Institution.

Im Dezember 2025 folgte dann die offizielle Umbenennung in "Trump Kennedy Center". Das Weiße Haus verkündete damals stolz: "Herzlichen Glückwunsch an Präsident Donald J. Trump und ebenso herzlichen Glückwunsch an Präsident Kennedy, denn dies wird auch in Zukunft ein wirklich großartiges Team sein!"

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Kulturelle Spaltung: Künstlerproteste und Absagen

Die Übernahme des Kennedy Centers durch Trump hat massive Proteste in der Kulturszene ausgelöst. Zahlreiche Künstler:innen und Gruppen sagten ihre Auftritte ab, Veranstaltungen wurden gecancelt. Zu ihnen gehören unter anderem:

  • Der Komponist Philip Glass, der die Premiere seiner neuen Symphonie über Abraham Lincoln absagte.

  • Die Schauspielerin Issa Rae

  • Das Musical "Hamilton", das seine für 2026 geplanten Shows stornierte.

  • Der Banjo-Spieler Béla Fleck

  • Die Opernsängerin Renée Fleming

  • Die Martha Graham Dance Company

  • Der "Wicked"-Komponist Stephen Schwartz

  • Die Washington National Opera, die seit 1971 dort auftritt.

Das Kennedy Center: Ein kulturelles Symbol

Das 1971 eröffnete prunkvolle Gebäude am Potomac-Fluss wurde ursprünglich nach dem ehemaligen Präsidenten John F. Kennedy (1917-1963) benannt. Die Institution ist die größte Kultureinrichtung Washingtons und präsentiert traditionell alle Genres von Theater, Tanz und Musik.

Das Kennedy Center wird sowohl aus öffentlichen als auch aus privaten Mitteln finanziert und wurde im Laufe seiner Geschichte von Republikanern, Demokraten und Unabhängigen unterstützt. Trumps Eingreifen wird vom Zentrum selbst als "ein noch nie dagewesener Vorgang" in der Geschichte der Institution bezeichnet.

Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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