Zu nützlich für ein Verbot?
Trump jetzt auch auf TikTok: Kanal des Weißen Hauses gestartet
Veröffentlicht:
von dpaTrump erhofft sich offenbar, mit TikTok jüngere Wähler:innen anzusprechen.
Bild: :newstime
Nach aktueller Rechtslage scheint unklar, ob TikTok in den USA überhaupt eine Zukunft hat. Nun hat jedoch auch das Weiße Haus die Video-Plattform für sich entdeckt.
TikTok dürfte in den USA per Gesetz eigentlich gar nicht mehr online sein - dennoch hat Donald Trumps Regierungszentrale jetzt einen eigenen Account bei der Kurzvideo-App. Der erste Clip auf der neuen Seite des Weißen Hauses besteht aus Zusammenschnitten öffentlicher Auftritte des US-Präsidenten. Im Hintergrund ruft er: "Ich bin eure Stimme."
Weil TikTok dem in China ansässigen Bytedance-Konzern gehört, gibt es in den USA die Sorge, dass die chinesische Regierung über TikTok an Daten amerikanischer Nutzer:innen kommen und über die App die öffentliche Meinung im Land manipulieren könnte. TikTok weist das zurück.
Ein im vergangenen Jahr beschlossenes Gesetz in den USA sah vor, dass die App dort vom Netz gehen sollte, falls nicht zumindest das US-Geschäft bis Januar verkauft wird. Trump gewährte TikTok jedoch per Erlass eine mehrmonatige Gnadenfrist und verlängerte sie dann noch mehrfach. Das Gesetz sah nur einen einzigen Aufschub von 90 Tagen für den Fall aussichtsreicher Verkaufsverhandlungen vor. Einen Deal zum TikTok-Verkauf, wie er vom Weißen Haus in Aussicht gestellt wurde, gibt es bis heute nicht.
Trumps Kehrtwende in seiner zweiten Amtszeit
Trump hatte in seiner ersten Amtszeit versucht, mit einer Verbotsdrohung einen Verkauf von TikTok zu erzwingen, scheiterte aber an US-Gerichten. Jetzt gäbe es mit dem Gesetz eine solide rechtliche Basis für ein Verbot in den USA - aber Trump findet inzwischen, dass die App für ihn im Wahlkampf ums Weiße Haus nützlich war, vor allem um junge Wähler:innen zu erreichen.
Mehr News

Mit 78 Jahren
"Jurassic Park"-Superstar Sam Neill ist tot

Brand in Bierlokal
Feuer-Katastrophe in Pub in Bangkok: 27 Tote

Nahost-Konflikt
US-Militär beendet weitere Angriffswelle gegen den Iran

Tennis
Kein zweiter Grand-Slam-Titel: Zverev verliert Wimbledon-Finale gegen Sinner

Bundestrainer-Entscheidung naht
Klopp mit DFB einig: Jetzt hat Red Bull alles in der Hand

Zustellsystem der Post
Neue Reform des Postgesetzes soll Zeit und Geld sparen

Gefahren im und am Wasser
Hitzewelle lässt Zahl der Badetoten im Juni stark ansteigen

Ermittlungen
15-Jährige tot aufgefunden: Polizei nimmt Mutter in Hamburg fest

Krieg in Nahost
Nach neuen Angriffen: Katar empfiehlt Stopp des Schiffsverkehrs


