Nahost-Konflikt

Trotz Waffenruhe: Viele Tote bei israelischen Luftangriffen im Libanon gemeldet

Veröffentlicht:

von Nadine von Parseval

:newstime

Israel und Libanon planen Pilotzonen

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Obwohl eine Waffenruhe gilt, werden aus dem Libanon neue israelische Luftangriffe mit zahlreichen Todesopfern gemeldet. Die Spannungen belasten zudem die Gespräche zwischen den USA und dem Iran.

Das Wichtigste in Kürze

  • Trotz der geltenden Waffenruhe werden neue israelische Angriffe im Libanon gemeldet.

  • Bei den Luftangriffen kamen nach libanesischen Angaben zahlreiche Menschen ums Leben.

  • Die Kämpfe erschweren die laufenden Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran.

Trotz einer vereinbarten Waffenruhe im Libanon berichten lokale Medien von neuen israelischen Luftangriffen mit zahlreichen Todesopfern. Nach Angaben des libanesischen Zivilschutzes wurden allein in der Stadt Nabatija 16 Leichen geborgen.

Wie die staatliche Nachrichtenagentur NNA meldete, kamen bei Angriffen auf die Stadt Arabsalim in der Region Nabatija drei Menschen ums Leben. Zudem wurde eine Frau bei einem Angriff im Raum Tyros getötet. Auch die Stadt Nabatija und umliegende Gebiete seien beschossen worden.

Die libanesische Armee teilte mit, dass ein Soldat bei einem Luftangriff auf einer Straße zwischen Kfar Remaneh und Nabatija getötet worden sei. Die Streitkräfte warfen Israel vor, mit den Angriffen Bemühungen um eine Stabilisierung des Landes zu untergraben.


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Israel äußert sich zunächst nicht

Unabhängig überprüfen lassen sich die Angaben derzeit nicht. Eine Stellungnahme der israelischen Armee lag zunächst nicht vor. Eigentlich gilt seit Freitag eine Waffenruhe zwischen den Konfliktparteien. Nach Angaben eines US-Regierungsmitarbeiters trat sie um 16.00 Uhr Ortszeit in Kraft. Berichten zufolge kam es jedoch bereits kurz danach zu mehreren Verstößen gegen die Vereinbarung.

Israels Militär betont unterdessen, weiterhin gegen mögliche Bedrohungen durch die Hisbollah vorgehen zu können. Armeesprecher Effie Defrin erklärte laut israelischen Medien, die Streitkräfte verfügten trotz Waffenruhe über uneingeschränkte Handlungsfreiheit. Ministerpräsident Benjamin Netanjahu hatte zuvor angekündigt, Angriffe auf israelische Soldaten oder das Staatsgebiet nicht hinzunehmen.

Die anhaltenden Spannungen wirken sich auch auf die diplomatischen Bemühungen der USA und des Iran aus. Ein zwischen beiden Seiten vereinbartes Rahmenabkommen sieht eigentlich eine Waffenruhe an sämtlichen Konfliktfronten der Region vor – einschließlich des Libanons.

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Verwendete Quellen:

dpa

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