Parteipolitik
Proteste begleiten AfD-Landesparteitag in Passau
Veröffentlicht:
von Nadine von Parseval:newstime
CDU-Politiker warnen vor AfD-Kurs
Videoclip • 01:18 Min • Ab 12
Zum Auftakt des AfD-Landesparteitags in Passau haben sich zahlreiche Gegendemonstranten versammelt. Die Polizei ist mit einem Großaufgebot im Einsatz.
Das Wichtigste in Kürze
In Passau begleiten zahlreiche Proteste den AfD-Landesparteitag.
Die Polizei ist mit mehreren hundert Einsatzkräften vor Ort.
Bei der Wahl des Landesvorsitzes kommt es zu einer Kampfabstimmung.
Der Landesparteitag der bayerischen AfD in Passau wird von mehreren Protestaktionen begleitet. Bereits Stunden vor dem offiziellen Beginn der Veranstaltung versammelten sich nach Angaben der Polizei rund 1.000 Menschen in der Innenstadt.
Die Partei trifft sich für zwei Tage in der Dreiländerhalle. Dort ist auch die größte der angemeldeten Demonstrationen geplant. Insgesamt rechnen die Behörden bei verschiedenen Kundgebungen und Protestzügen mit bis zu 5.000 Teilnehmer:innen.
Nach Angaben der Polizei blieb die Lage am Morgen überwiegend ruhig. Vereinzelt kam es jedoch zu Störungen. So wurde unter anderem eine Rauchbombe gezündet. Zudem versuchten Demonstrierende, eine Straße zu blockieren. Bei einer weiteren Versammlung wollten einzelne Teilnehmer:innen von der genehmigten Route abweichen.
Polizei sichert Veranstaltung und Demonstrationen
Um einen reibungslosen Ablauf zu gewährleisten, sind mehrere hundert Polizeikräfte im Einsatz. Sie sollen sowohl die Sicherheit der Teilnehmer:innen als auch der Anwohner:innen sicherstellen. Rund um die Dreiländerhalle gilt zudem eine Flugverbotszone. Diese umfasst auch den Einsatz von Drohnen.
AfD: Vorstandswahl sorgt für Spannung
Neben den Protesten richtet sich der Blick auf die Neuwahl des Landesvorstands. Besonders die Wahl des Vorsitzenden verspricht Spannung.
Der Bundestagsabgeordnete Reinhard Mixl tritt gegen den bisherigen Landeschef Stephan Protschka an. Beide Politiker werden von Unterstützerteams aus Bundes- und Landespolitikern begleitet.
Nach außen betonen beide Lager den Wunsch nach Geschlossenheit. Hinter den Kulissen soll es jedoch seit Längerem Auseinandersetzungen um den künftigen Kurs und die Machtverhältnisse innerhalb des Landesverbands geben.
Für zusätzliche Aufmerksamkeit sorgte ein Schreiben aus dem Umfeld Protschkas an den AfD-Bundesvorstand. Darin war von einem "gezielten Versuch externer Netzwerke" die Rede, Einfluss auf die Entscheidungen des Landesverbands zu nehmen. Protschka erklärte zudem, er sehe sich Druck und Drohungen ausgesetzt.
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Verwendete Quellen:
dpa
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