Rechtsextreme Politik
Drei Landratswahlen und eine OB-Wahl mit AfD-Kandidaten
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
AfD Sachsen-Anhalt: "Alles ist möglich"
Videoclip • 01:57 Min • Ab 12
Am Sonntag stehen in ostdeutschen Bundesländern Landtagswahlen mit AfD-Kandidaten an. Auch ein Oberbürgermeister in Sachsen könnte künftig von einer rechtsextremen Partei gestellt werden.
Das Wichtigste in Kürze
Der Ausgang von vier Kommunalwahlen am 7. Juni wird bundesweit strak beachtet.
Bislang stellt die AfD einen Landrat in Deutschland.
Nach könnten weitere hinzukommen.
In vier ostdeutschen Bundesländern finden am Sonntag (7. Juni) Wahlen auf kommunaler Ebene satt, deren Ausgang bundesweit für Aufsehen sorgen könnte. Zu den Bewerbern für drei Landratswahlen zählen Kandidaten der AfD. Zudem gibt es eine Oberbürgermeisterwahl mit einem Kandidaten der rechtsextremen Partei "Freie Sachsen". Die AfD stellt derzeit einen Landrat in Deutschland: Robert Sesselmann im thüringischen Kreis Sonneberg.
Rechtsextremer Kandidat in Sachsen könnte OB werden
In Aue-Bad Schlema in Sachsen sind die Menschen erneut dazu aufgerufen, einen Oberbürgermeister zu wählen. Der zweite Wahlgang ist nötig, weil in der ersten Runde am 10. Mai kein Kandidat mehr als 50 Prozent der Stimmen erhalten hatte. Nun reicht die einfache Mehrheit. Es treten Stefan Hartung von den rechtsextremen "Freien Sachsen" und Marcus Hoffmann (CDU) an. In der ersten Runde lag Hartung mit 29,0 Prozent vor Hoffmann mit 23,6 Prozent.
Im Saalekreis in Sachsen-Anhalt geht es um die Nachfolge des parteilosen Landrats Hartmut Handschak. Unter den vier Bewerbern ist Uwe Arendt (AfD). Die Polizei Halle führt ein Disziplinarverfahren gegen Arendt. Einem Bericht der "Mitteldeutschen Zeitung" zufolge soll der 59 Jahre alte Polizeibeamte trotz monatelanger Krankschreibung unter anderem Wahlkampfauftritte absolviert haben. In den sozialen Medien stritt der AfD-Mann die Vorwürfe gegen ihn ab. Später äußerte er sich dazu öffentlich nicht mehr. Die AfD wird in dem Bundesland vom Verfassungsschutz als rechtsextremistisch eingestuft.
Auch in den News:
Stell AfD bald zweiten Land in Thüringen?
In Thüringen könnte die AfD im Kreis Saalfeld-Rudolstadt ein zweites Landratsamt erobern. AfD-Bewerber ist der Landtagsabgeordnete Thomas Benninghaus, der dem Lager von AfD-Rechtsaußen Björn Höcke zugerechnet wird. Amtsinhaber Marko Wolfram von der SPD will sein Amt verteidigen. Dritter Bewerber ist der parteilose Bauingenieur Wolfgang Wehr. Auch in Thüringen stuft der Verfassungsschutz die AfD als rechtsextremistisch ein.
Im Kreis Ostprignitz-Ruppin in Brandenburg bewirbt sich Landrat Ralf Reinhardt (SPD) um eine dritte Amtszeit. Er hat drei Konkurrenten, darunter den AfD-Landtagsabgeordneten Torsten Arndt. Der Verfassungsschutz stuft den AfD-Landesverband als gesichert rechtsextremistisch ein.
Verwendete Quelle:
Nachrichtenagentur dpa
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