Kurz nach dem CSD

Hamburg: Angehörige der Queer-Community bedroht und verletzt

Veröffentlicht:

von Michael Reimers

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Wie sicher sind CSDs noch?

Videoclip • 01:42 Min • Ab 12


Wenige Stunden nach dem Hamburger CSD ist eine 30-Jährige aus der Queer-Community von mehreren Männern angegriffen worden. Der Staatsschutz prüft den Verdacht auf Hasskriminalität.

Drei junge Männer haben nur Stunden nach dem Ende der Hamburger CSD-Parade eine Angehörige der Queer-Community angegriffen. Das meldet die Deutsche Presse-Agentur (dpa). Die drei Männer im Alter von 20 Jahren bis Mitte 20 brachten die 30-Jährige in der Nacht zu Sonntag (2. August) im Stadtteil St. Pauli zu Fall. Wie die Polizei mitteilte, sprang ihr einer der Angreifer anschließend auf die Beine. Dabei sei die Frau leicht verletzt worden. Wegen des Verdachts der Bedrohung sowie der gefährlichen Körperverletzung hat dpa zufolge der für Hasskriminalität zuständige Staatsschutz die Ermittlungen übernommen.

Die Ermittlungen ergaben, das es vor dem Angriff vor einer Szene-Bar in der Talstraße zunächst zu Streitigkeiten zwischen einer Frau und den drei Männern gekommen waren, nachdem diese die Frau belästigt hatten. Als daraufhin die 30-Jährige der Frau zu Hilfe gekommen sei, habe das Trio sie erst bedroht, die Flüchtende dann verfolgt und schließlich in der Simon-von-Utrecht-Straße angegriffen.

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Nur eine Woche nach Anschlag auf Berliner CSD

Erst am Samstagnachmittag hatten sich in Hamburg rund 300.000 Menschen am Hamburger Christopher Street Day (CSD) beteiligt. Mit 60 Lastwagen als fahrende Bühnen von Unternehmen, Vereinen, Parteien und evangelischer Kirche bewegte sich der Umzug der queeren Community durch den Stadtteil St. Georg in Richtung Innenstadt. Das Motto der Parade lautete: "Solidarisch queer. Haltung zeigen - für eine Zukunft ohne Angst!".

Eine Woche vor dem Hamburger CSD hatte der islamistische Attentäter Abdul B. beim Berliner CSD mit einem Auto mehrere Menschen angefahren und weitere vermutlich mit einer Machete attackiert. Eine Frau aus Polen starb, 31 Menschen wurden verletzt. Der 21-Jährige war am Tag danach bei einem Polizeieinsatz zu seiner Festnahme erschossen worden.


Verwendete Quelle:

Nachrichtenagentur dpa

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