Subventionen
Streit um Gastro-Steuer: Schwesig widerspricht Schnitzer
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von dpa:newstime
Schwesig schlägt AfD‑Alarm: Sorgen vor "Machtübernahme"
Videoclip • 01:14 Min • Ab 12
Die Debatte um die Mehrwertsteuer in der Gastronomie nimmt Fahrt auf. Während Wirtschaftsweise Monika Schnitzer die Steuervergünstigung als teure und überflüssige Subvention kritisiert, verteidigt Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig die Entlastung für Hotels und Gaststätten.
Das Wichtigste in Kürze
Manuela Schwesig sprach sich gegen eine Abschaffung der reduzierten Mehrwertsteuer aus und warnte davor, dass die ständigen Diskussionen auf Bundesebene Bürger und Unternehmen verunsichern.
Wirtschaftsweise Monika Schnitzer hält die Steuervergünstigung für ineffektiv und verweist auf Kosten von rund 3,4 Milliarden Euro pro Jahr für den Staat.
Die Gastronomie kämpft weiterhin mit wirtschaftlichen Problemen: Laut Creditreform stieg die Zahl der Insolvenzen in der Branche 2025 bereits das vierte Jahr in Folge.
Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig hat sich gegen eine Abschaffung der ermäßigten Mehrwertsteuer in der Gastronomie ausgesprochen, berichtet die Deutsche Presse-Agentur. Die SPD-Politikerin bezeichnete den reduzierten Steuersatz als wichtige Unterstützung für Hotels und Gaststätten. Angesichts gestiegener Energie- und Personalkosten sowie einer schwächeren Nachfrage sei die Entlastung weiterhin notwendig.
Auch in den News:
Schwesig kritisiert Debatte um Gastro-Steuer
Schwesig kritisierte die Debatte um die Gastronomie-Steuer auf Bundesebene. "Die fast täglich neuen Vorschläge und das ständige Hin und Her auf Bundesebene verunsichern die Menschen und die Wirtschaft", sagte die Ministerpräsidentin. Mecklenburg-Vorpommern halte weiterhin am reduzierten Mehrwertsteuersatz für die Gastronomie fest. Nach Angaben des Branchenverbands Dehoga zählt das Gastgewerbe mit rund 3,5 Milliarden Euro Umsatz und mehr als 55.000 Beschäftigten zu den wichtigsten Wirtschaftszweigen des Landes.
Kritik an der Steuervergünstigung kommt dagegen von der Vorsitzenden des Sachverständigenrates zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, Monika Schnitzer. Sie verwies auf die hohen Kosten der Maßnahme. "Die kostet rund 3,4 Milliarden Euro pro Jahr und rettet, soweit wir wissen, nicht wie versprochen die Landgasthäuser", sagte sie dem "Spiegel". Stattdessen profitierten vor allem große Ketten wie McDonald’s und Burger King. "Das ist eine der überflüssigsten Subventionen seit langem."
Gastronomie profitiert von Steuersenkung
Die Gastronomie steht weiterhin unter Druck. Nach einer Auswertung der Wirtschaftsauskunftei Creditreform stieg die Zahl der Insolvenzen in der Branche 2025 bereits das vierte Jahr in Folge. Um Restaurants und Gaststätten zu entlasten, wurde die Mehrwertsteuer auf Speisen zu Beginn des Jahres von 19 auf 7 Prozent gesenkt.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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