Eklat um US-Jubiläum
Stars sagen Trump-Event ab – und der Präsident schlägt zurück
Veröffentlicht:
von Claudia Scheele:newstime
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Videoclip • 01:05 Min • Ab 12
Mehrere Musiker:innen distanzieren sich von einer großen Feier zu Amerikas 250. Geburtstag in Washington. Donald Trump reagiert wütend und bringt stattdessen eine eigene MAGA-Kundgebung ins Spiel.
Das Wichtigste in Kürze
Mehrere Musiker:innen wie Young MC, Martina McBride, The Commodores und Bret Michaels sagen ihre Auftritte bei der "Great American State Fair" in Washington ab und kritisieren den politischen Charakter der Veranstaltung.
Freedom 250 weist das zurück und bezeichnet sich als überparteiliche Non-Profit-Initiative zur Feier von Amerikas 250. Geburtstag auf der National Mall vom 25. Juni bis 10. Juli.
Donald Trump reagiert auf Truth Social mit Beschimpfungen gegen die abgesprungenen Künstler:innen und bringt stattdessen eine große MAGA-Kundgebung als Ersatz ins Spiel.
Kurz vor dem geplanten Start der Großveranstaltung "Great American State Fair" in Washington gibt es Ärger um die Künstler:innen-Liste. Die Organisatoren von Freedom 250, einer laut NBC News von US-Präsident Donald Trump unterstützten öffentlich-privaten Initiative, hatten mehrere bekannte Namen als Acts für das Fest auf der National Mall angekündigt. Gefeiert werden soll dort vom 25. Juni bis 10. Juli der 250. Jahrestag der USA. Geplant sind laut Veranstaltern Länder- und Bundesstaaten-Schauen, ein Riesenrad, Gesprächsformate und Filmvorführungen.
Doch kurz nach der Veröffentlichung der ersten Künstler:innen-Welle erklärten gleich mehrere Acts öffentlich, nicht auftreten zu wollen. Genannt wurden unter anderem Morris Day and the Time, Young MC, Martina McBride, The Commodores und Bret Michaels. Mehrere von ihnen begründeten ihren Rückzug ausdrücklich mit dem politischen Charakter der Veranstaltung.
Künstler:innen sprechen von Irreführung
Besonders deutlich wurde Rapper Young MC. Auf Facebook schrieb er, er habe seinen Agent:innen mitgeteilt, dass er nicht bei der Freedom-250-Veranstaltung auftreten werde. Die Künstler:innen seien nie über eine politische Einbindung des Events informiert worden. Er hoffe, bald in Washington bei einer Veranstaltung aufzutreten, "die nicht so politisch aufgeladen ist".
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Auch Martina McBride erklärte auf X, sie werde am 25. Juni nicht bei der "Great American State Fair" auftreten. Sie sei mit der Zusicherung angesprochen worden, es handle sich um ein überparteiliches Ereignis, das alle 50 Bundesstaaten feiern solle. Sie habe viele Fragen gestellt und diese Zusicherung erhalten. Nun habe sich jedoch gezeigt, dass das, was man ihr gesagt habe, "tatsächlich nicht das ist, was passiert".
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"Unsere Musik war immer unsere Stimme"
Die Band The Commodores schrieb auf X, sie werde nicht bei der "Great American State Fair" auftreten. Wörtlich erklärte die Gruppe: "Unsere Musik war immer unsere Stimme, und wir entscheiden uns dagegen, uns öffentlich mit einer einzelnen politischen Partei zu verbinden." Man unterstütze die Verbesserung des Lebens aller Amerikaner:innen.
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Bret Michaels schrieb auf Instagram, ihm sei die Veranstaltung zunächst als Feier des Landes vorgestellt worden – mit Musik und als Möglichkeit, Veteran:innen, aktive Militärangehörige, Ersthelfer:innen, Lehrkräfte und hart arbeitende Menschen zu ehren. Inzwischen habe sich das Ereignis aber zu "etwas viel Spaltenderem" entwickelt, als er ursprünglich zugesagt habe. Zudem seien Sicherheitsbedenken aufgekommen, darunter Drohungen gegen Fans, Band, Crew, Familie und ihn selbst. Deshalb ziehe er sich zurück.
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Auch in den News:
Trump beschimpft abgesprungene Stars
Donald Trump reagierte auf Truth Social mit scharfen Angriffen. In einem Beitrag schrieb er, einige Künstler:innen bekämen nun "kalte Füße", was ihren Auftritt am Mittwoch betreffe. Statt dieser "drittklassigen Künstler", die viel zu viel Geld bekämen, denke er darüber nach, selbst zu kommen und eine große Rede zu halten, um das Land weiter voranzubringen.
In einem weiteren Eintrag legte Trump nach. Man solle lieber eine riesige "Make America Great Again"-Kundgebung für das 250‑Jahr‑Jubiläum veranstalten, anstatt "überteuerte Sänger" auftreten zu lassen, "die niemand hören will, deren Musik langweilig ist und die nur jammern".
Freedom‑250‑Sprecherin Rachel Reisner wies die Kritik laut NBC News zurück. Die Organisation sei eine überparteiliche Non-Profit-Initiative, die Amerikaner:innen rund um das Jubiläum vereinen wolle. Ganz zusammengebrochen ist das Programm bisher nicht: Das Management von Vanilla Ice erklärte gegenüber NBC News, der Künstler sei vertraglich gebunden und werde am 26. Juni auftreten.
Verwendete Quellen:
NBC News: "Artists bail on D.C. bash for America’s 250th birthday after being listed on the lineup"
Facebook: Young MC
X: Martina McBride, The Commodores
Instagram: Bret Michaels
Truth Social: Donald Trump
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