SAT.1-Frühstücksfernsehen
Söder nimmt Ex-Gesundheitsminister und Masken-Deal in Schutz: "Spahn hat das damals gut gemacht"
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von Christopher SchmittMarkus Söder war am Mittwochmorgen im "SAT.1-Frühstücksfernsehen" zu Gast - und später bei der Ministerpräsidentenkonferenz.
Bild: IMAGO/Political-Moments
Markus Söder hat im "SAT.1-Frühstücksfernsehen" den ehemaligen Gesundheitsminister Jens Spahn und dessen Masken-Deal verteidigt. Außerdem verriet der CSU-Chef, in welchem Bereich er Elon Musk als "Pionierfigur" sieht und wo er sich mit Winfried Kretschmann einig ist.
Stolpert Jens Spahn (CDU) noch über sein Masken-Deal aus Corona-Zeiten? Gegen den aktuellen Unionsfraktionschef und früheren Gesundheitsminister hat Sonderermittlerin Margaretha Sudhof in ihrem Bericht Vorwürfe erhoben - doch dieser Bericht soll nicht veröffentlicht werden. Spahn selbst erklärte "nichts zu verbergen" zu haben.
Im "SAT.1-Frühstücksfernsehen" nahm Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU) Stellung zum Masken-Deal. Soweit er wisse, gehe es darum, dass in dem Bericht viele Namen genannt würden, deren Persönlichkeitsrechte zu schützen wären, erklärte der CSU-Chef. Datenschutz sei jedoch nicht das Problem. "Den Bericht geschrieben – soweit ich das sehe -, hat jemand, der hardcore politisch motiviert war", so Söders Einschätzung.
Spahns Maßnahmen von damals kann Söder offenbar nachvollziehen. "Als es damals losgegangen ist, hatten wir damals nichts", erinnerte der CSU-Politiker - auch an die Lage in den Krankenhäusern. "Diejenigen, die die Menschen behandelt haben, die damals krank waren, die hatten auch nichts." Deshalb habe es "damals einfach zwingende Not" gegeben, Masken zu bestellen. "Und ich finde, der Jens Spahn hat das damals gut gemacht." Und: Spahn selbst kenne den Bericht ja auch nicht.
Er sei damals nah am Thema gewesen. "Wir waren ja in Bayern am meisten betroffen." In seinem Bundesland habe es zudem bereits einen Untersuchungsausschuss gegeben. "Rausgekommen ist, dass alles okay war", so Söder, und, dass man "das Land gerettet" habe. Man müsse aufpassen, dass man nicht die Narrative derer bediene, die Verschwörungstheorien nahestehen.
Söder: Musk ist "sensationelle technologische Pionierfigur"
Zuvor war bereits das große Weltraum-Interesse des "Star Wars"- und "Star Trek"-Fans Söder zur Sprache gekommen. Technik mache seiner Ansicht nach die Welt besser und ohne Technologie falle man hinter China und die USA zurück. "Ich finde das auch so tief ethisch faszinierend: Woher kommt Leben, gibt es woanders Leben." Beim Thema Weltall - und speziell Satelliten - fiel ihm auch ein Visionär aus den USA ein, dessen handfeste Skandale sich in den vergangenen Monaten häufen. "Elon Musk ist eine sensationelle technologische Pionierfigur", so Söder, der sofort anfügte, Musk sei "politisch extrem umstritten".
Man müsse sich mit der Raumfahrt beschäftigen, auch Klimaforschung und Landwirtschaft würden davon profitieren. Selbst Winfried Kretschmann, Grüner und Ministerpräsident von Baden-Württemberg sei da seiner Meinung. "Aber der ist ja eigentlich auch kein Grüner. Wenn man ehrlich ist, ist das ein Halb-Schwarzer und Bayern-Fan ist er auch", so Söder.
Außerdem sprach der CSU-Chef im "SAT.1-Frühstücksfernsehen" über seine Morgenroutine und seine Faszination für Science-Fiction und erklärte, warum die Gespräche mit seinen Presseleuten meist die unangenehmsten des Tages sind.
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