Äußerungen zu NATO-Soldat:innen
"Respektlos": Pistorius hält Entschuldigung von Trump für angebracht
Veröffentlicht:
von Michael ReimersBoris Pistorius war zu Gast beim ARD-Talk "Caren Miosga".
Bild: NDR/Thomas Ernst
Donald Trump löste mit abfälligen Worten über NATO-Soldat:innen in Afghanistan Empörung aus. Verteidigungsminister Pistorius ist der Meinung: Eine Entschuldigung wäre ein Zeichen von Anstand.
Das Wichtigste in Kürze
Im ARD-Talk krtisiert Verteidigungsminister Boris Pistorius Donald Trumps Äußerungen zu NATO-Soldat:innen in Afghanistan scharf.
Er will das Thema mit seinem US-Amtskollegen besprechen.
Dass Deutschland den Streit um Grönland eskaliert hat, bestreitet Pistorius.
"Wir wissen alle, wie der amerikanische Präsident funktioniert", sagt Verteidigungsminister Boris Pistorius im ARD-Talk "Caren Miosga". Damit deutete er an, dass er nicht mit einer Entschuldigung von US-Präsident Donald Trump rechnet - auch wenn er das für ein Zeichen von Anstand hält. Hintergrund sind Trumps Unterstellungen im Zusammenhang mit dem Afghanistan-Einsatz der Bundeswehr.
Trump hatte im Sender Fox News erneut behauptet, dass die USA die NATO nie gebraucht hätten. Mehrere andere NATO-Staaten hätten zwar nach dem 11. September 2001 Truppen nach Afghanistan geschickt, diese seien jedoch "ein wenig" zurück geblieben, "etwas abseits der Frontlinien", sagte Trump.
Auf die Frage, ob sich Trump bei den Angehörigen der gefallenen Soldat:innen entschuldigen müsse, sagte Pistorius: "Das wäre ein Zeichen von Anstand und Respekt und auch von Einsicht." Tugenden, die Pistorius offenbar nicht in Trump sieht.
Pistorius sagte: "Ich habe großen Respekt vor der Leistung der amerikanischen Nation und des Bündnispartners, die die USA für uns 70 Jahre war. Aber Respekt ist eine Sache, die gegenseitig erbracht werden muss." Er werde selbstverständlich mit US-Verteidigungsminister Pete Hegseth über das Thema sprechen, sobald er ihn sehe.
Keine provokative Signalwirkung
Die Entsendung von Bundeswehrsoldat:innen nach Grönland als Teil eines NATO-Erkundungstrupps verteidigte Pistorius. Er bestritt den Eindruck, dass Deutschland damit zur Eskalation beigetragen habe und stellte klar: "In der NATO wussten alle Bescheid. Das war abgestimmt."
Von der Öffentlichkeit war die Ankunft der Soldat:innen auch als Zeichen an Trump gesehen worden. Dass dieser anschließend mit Strafzöllen drohte, sieht Pistorius jedoch als Folge eines Missverständnisses in Washington: "Es geht nicht um eine symbolische Wirkung gegen irgendjemanden. Es geht darum, zu zeigen: Die NATO trägt Verantwortung in Grönland. Und das haben wir getan."
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
ardmediathek.de: Putins Krieg und Trumps Erpressung · Wie kann sich Europa behaupten?
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