US-Opposition vor 2028
Obama bleibt die prägende Figur im Rennen der Demokraten
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von Claudia Scheele:newstime
Nach Affen-Video: Obama bricht Schweigen
Videoclip • 01:13 Min • Ab 12
Die Demokratische Partei ist gespalten. Bei Barack Obama sind sich viele Demokrat:innen aber weiter einig – und genau das macht ihn vor der Wahl 2028 so wichtig.
Das Wichtigste in Kürze
Laut Axios bleibt Barack Obama der populärste und einflussreichste Demokrat in den USA – und damit eine Schlüsselfigur für das Rennen 2028.
96 Prozent der Demokrat:innen haben laut CNN ein positives Bild von Obama, deutlich mehr als von Joe Biden.
Obama wirkt vor allem im Hintergrund, berät mögliche Kandidat:innen und versucht, die Partei strategisch aus der Ära Trump herauszuführen.
Während die Demokratische Partei inhaltlich und personell um ihren Kurs ringt, bleibt ein Name für viele Wähler:innen ein verbindender Bezugspunkt: Barack Obama. Wie "Axios" berichtet, ist der frühere US-Präsident innerhalb der Partei weiterhin so beliebt wie kaum ein anderer Demokrat – und könnte damit auch im Rennen um die Präsidentschaftskandidatur 2028 eine zentrale Rolle spielen.
Besonders sichtbar wurde dieser Einfluss zuletzt Mitte Juni bei der Eröffnung des Obama Presidential Center in Chicago. Dort kamen viele prominente Demokrat:innen zusammen, die selbst Ambitionen auf das Weiße Haus haben oder als künftige Hoffnungsträger:innen gelten. Kaliforniens Gouverneur Gavin Newsom sagte demnach vor Reporter:innen, er habe beim Rundgang durch das Zentrum "buchstäblich angefangen zu weinen".
Umfragen zeigen Obamas Sonderstellung
Auch die Umfragewerte unterstreichen seine besondere Stellung. Laut einer CNN-Umfrage aus dem Juni haben 96 Prozent der Demokrat:innen ein positives Bild von Obama. Zum Vergleich: Für Joe Biden sagten das nur 71 Prozent. Bei einer weiteren Erhebung der University of Massachusetts Lowell/YouGov wurde Obama sogar als populärer als Popstar Taylor Swift, die gerade erst geheiratet hat, eingestuft.
Obamas Einfluss zeigt sich nicht nur in Zahlen. Mehrere Demokrat:innen in schwierigen Vorwahlkämpfen werben mit Obamas Namen oder Bildern in Anzeigen, Videos und Online-Auftritten – selbst solche, deren Verhältnis zu ihm zeitweise angespannt war. Politiker wie Josh Shapiro, Pete Buttigieg oder Jon Ossoff erinnern in Auftreten und Tonfall immer wieder an Obama, vor allem wenn sie ihre Reden zu einem hoffnungsvollen Schluss steigern.
Obama wirkt lieber im Hintergrund
Obama selbst hält sich öffentlich eher zurück, arbeitet aber weiter an der strategischen Ausrichtung seiner Partei. "Ich habe versucht, mich vom Spieler zum Trainer zu entwickeln", sagte er in einem Interview mit "ABC News". Und dem "New Yorker" sagte er: "Ich glaube fest daran, dass mein größter und bester Beitrag jetzt darin besteht, dabei zu helfen, die nächste Gruppe von Führungspersönlichkeiten zu finden, die uns voranbringen wird".
Dem Bericht zufolge spricht Obama regelmäßig mit möglichen Kandidat:innen für 2028 und versucht zugleich, die Partei aus der politischen Logik der Trump-Jahre herauszuführen. Er meldet sich auch in Sachfragen zu Wort, etwa bei der Regulierung von Künstlicher Intelligenz. Laut "Axios" warnte er davor, das Thema nur reflexhaft als Kampf gegen Tech-Milliardäre zu behandeln. Wenn Demokrat:innen dafür keine eigene Agenda entwickelten, könnten populistische Impulse "in alle möglichen falschen Richtungen abdriften".
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2028 ist auch ein Test für Obamas Vermächtnis
Dass Obama sich so stark einbringt, hat auch mit seiner eigenen politischen Hinterlassenschaft zu tun. Für ihn geht es 2028 nicht nur um die Zukunft der Demokraten, sondern auch um die Frage, wie seine eigene Präsidentschaft im Rückblick bewertet wird. Dass auf seine Amtszeit ausgerechnet Donald Trump folgte, beschäftigt ihn laut "Axios" bis heute.
Umso wichtiger dürfte für Obama sein, wer als Nächstes das Gesicht der Partei wird. Noch hat er keine Empfehlung ausgesprochen.
Verwendete Quellen:
Axios: "Obama's influence shadows Democrats' race to 2028"
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