Pflegereform
Nina Warken will private Pflegevorsorge attraktiver machen
Veröffentlicht:
von Nadine von Parseval:newstime
Milliarden fehlen: Warken plant Einsparungen
Videoclip • 01:13 Min • Ab 12
Die Finanzierung der Pflege bleibt eine der großen Baustellen der Politik. Gesundheitsministerin Nina Warken setzt dabei auch auf mehr private Vorsorge. Steuerliche Anreize sollen Bürger:innen künftig stärker zum Absichern motivieren.
Das Wichtigste in Kürze
Gesundheitsministerin Nina Warken will private Pflegevorsorge stärker fördern.
Beiträge zur privaten Pflegeversicherung sollen steuerlich attraktiver werden.
Hintergrund ist die wachsende Finanzierungslücke in der Pflegeversicherung.
Die Kosten für die Pflege steigen, die Finanzierung gerät zunehmend unter Druck. Deshalb sucht die Bundesregierung nach neuen Wegen, um das System langfristig zu stabilisieren. Bundesgesundheitsministerin Nina Warken bringt dabei nun die private Pflegevorsorge stärker ins Spiel.
Die CDU-Politikerin spricht sich dafür aus, zusätzliche private Absicherungen attraktiver zu machen. Aus ihrer Sicht könnten steuerliche Vorteile dabei eine wichtige Rolle spielen.
Nina Warken: Mehr Anreize für private Vorsorge
Wer heute zusätzlich für den Pflegefall vorsorgt, kann bestimmte Beiträge bereits steuerlich geltend machen. Nach Ansicht von Nina Warken reicht das jedoch nicht aus. "Es muss attraktiver werden, zusätzlich eine private Pflegeversicherung abzuschließen", sagte die Ministerin den Zeitungen der Funke-Mediengruppe.
Konkret schlägt sie vor, die gezahlten Beiträge als Vorsorgeaufwand steuerlich besser zu berücksichtigen. Allerdings müsse darüber zunächst innerhalb der Bundesregierung beraten werden. "Das müssen wir innerhalb der Bundesregierung besprechen."
Bisher nur begrenzte steuerliche Wirkung
Pflegezusatzversicherungen zählen aktuell zu den sogenannten sonstigen Vorsorgeaufwendungen. Für Angestellte und Beamt:innen können Beiträge bis zu einer jährlichen Höchstgrenze von 1.900 Euro steuerlich berücksichtigt werden. Für Selbstständige liegt die Grenze bei 2.800 Euro.
In der Praxis fällt der steuerliche Effekt jedoch häufig gering aus. Der Grund: Auch die Beiträge zur gesetzlichen Kranken- und Pflegeversicherung werden auf diese Höchstbeträge angerechnet.
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Pflegefinanzierung unter Druck
Für Warken soll die private Vorsorge künftig eine größere Rolle bei der Finanzierung des Pflegesystems spielen. Gleichzeitig betont die Ministerin, dass die geplante Pflegereform nicht dazu dienen solle, finanzielle Lasten auf Städte und Kommunen abzuwälzen.
Hintergrund der Debatte ist die wachsende Finanzierungslücke in der sozialen Pflegeversicherung. Wie diese geschlossen werden kann, zählt zu den zentralen Herausforderungen der kommenden Reformen.
Verwendete Quellen:
dpa
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