Antwort auf iranische Attacke

Neue Eskalation im Golf: USA greifen erneut Ziele im Iran an

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von Max Strumberger

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Videoclip • 01:07 Min • Ab 12


Kaum war ein Rahmenabkommen zur Beruhigung des Konflikts erzielt, flammen die Spannungen im Golf wieder auf. Nach einem Angriff auf ein Frachtschiff melden die USA Gegenschläge gegen den Iran.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Waffenruhe im Konflikt um die Straße von Hormus hält offenbar nicht.

  • Nach einem Angriff auf ein Frachtschiff schlagen die USA militärisch gegen iranische Ziele zurück.

  • Damit gerät ein erst vor Tagen vereinbartes Abkommen bereits wieder ins Wanken.

Die Lage in der Straße von Hormus spitzt sich trotz vereinbarter Waffenruhe wieder dramatisch zu. Nach einem mutmaßlichen iranischen Angriff auf ein Frachtschiff haben die USA nach eigenen Angaben Raketen- und Drohnenlager sowie Radaranlagen an der Küste des Irans angegriffen. Washington wertet den Zwischenfall als klaren Bruch der erst kürzlich vereinbarten Feuerpause mit Teheran.

US-Präsident Donald Trump machte den Iran direkt für die Attacke verantwortlich. Nach seinen Angaben setzte Teheran mindestens vier Drohnen gegen Schiffe in der strategisch wichtigen Meerenge ein. Eine davon habe ein unter singapurischer Flagge fahrendes Frachtschiff getroffen, das trotz Schäden seine Fahrt fortsetzen konnte. Drei weitere Drohnen seien vom US-Militär abgeschossen worden.


Iran sperrt Straße von Hormus wieder

Das zuständige US-Regionalkommando Centcom sprach von einer "kraftvollen Antwort" auf den Angriff auf die Handelsschifffahrt. Die Attacke habe nicht nur gegen die Waffenruhe verstoßen, sondern auch die freie Navigation in einer der wichtigsten Seehandelsrouten der Welt gefährdet. Britische Schifffahrtsbeobachter meldeten, ein "unbekanntes Projektil" habe die Brücke des Schiffes vor der Küste Omans beschädigt.

Zugleich verschärfte der Iran seine Warnungen an die internationale Schifffahrt. Teheran erklärte, eine sichere Passage durch die Straße von Hormus könne nur nach vorheriger Abstimmung garantiert werden. Ohne Koordination könnten festgelegte Routen gesperrt werden. Die Drohungen treffen einen ohnehin angespannten Schiffsverkehr: Nach Angaben der Internationalen Seeschifffahrts-Organisation stockt bereits die Evakuierung tausender Seeleute, die in dem Gebiet festsitzen.

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Die neue Eskalation stellt auch die laufenden diplomatischen Bemühungen infrage. Erst vor wenigen Tagen hatten sich Washington und Teheran auf ein Rahmenabkommen zur Beendigung der Kämpfe und zur Wiederöffnung der blockierten Meerenge verständigt. Nun wächst die Sorge, dass die jüngsten Angriffe die geplanten Verhandlungen über eine dauerhafte Einigung und über das iranische Atomprogramm erheblich belasten oder sogar scheitern lassen könnten.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

Nachrichtenagentur Reuters

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