Naher Osten

Iran schließt Straße von Hormus und droht mit weiterer Eskalation

Veröffentlicht:

von Max Strumberger

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Iran sperrt Straße von Hormus wieder

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Die Hoffnung auf Entspannung im Nahen Osten ist nur wenige Tage nach einem Rahmenabkommen verflogen. Der Iran reagiert auf neue Kämpfe im Libanon mit der Sperrung der Straße von Hormus.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Lage im Nahen Osten eskaliert erneut.

  • Der Iran hat die Straße von Hormus geschlossen und droht mit weiteren Schritten.

  • Auslöser sind anhaltende Kämpfe zwischen Israel und der Hisbollah im Libanon trotz vereinbarter Waffenruhe und Abkommen.

Mit der erneuten Schließung der Straße von Hormus verschärft der Iran den Konflikt im Nahen Osten dramatisch. Das zentrale Militärkommando in Teheran erklärte am Samstag, die strategisch bedeutende Meerenge werde für den Schiffsverkehr gesperrt. Begründet wurde der Schritt mit den anhaltenden israelischen Angriffen im Südlibanon, die aus iranischer Sicht gegen das mit den USA vereinbarte Rahmenabkommen verstoßen.

Die Führung in Teheran sprach ausdrücklich von einem "ersten Schritt". Sollte die "Aggression" weitergehen, würden zusätzliche Maßnahmen folgen, um den Gegner zur Einhaltung seiner Verpflichtungen zu zwingen. Damit rückt nicht nur die militärische Lage in den Mittelpunkt, sondern auch eine mögliche Eskalation mit Folgen für den weltweiten Ölhandel und die internationale Schifffahrt.


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Kämpfe gehen trotz Waffenruhe weiter

Erst am Mittwoch hatten der Iran und die USA ein Rahmenabkommen unterzeichnet, das eine Waffenruhe für die gesamte Region einschließlich des Libanon vorsieht. Doch schon kurz danach blieb die Lage instabil: Trotz einer laut US-Angaben am Freitag vereinbarten Feuerpause zwischen Israel und der Hisbollah gingen die Kämpfe weiter. Israel kündigte an, die Waffenruhe nur einzuhalten, wenn dies auch die Hisbollah tue.

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Israel greift Hisbollah-Stellungen an

Am Samstag meldete die israelische Armee neue Angriffe auf Stellungen der Hisbollah. Auslöser sei nächtlicher Beschuss israelischer Soldaten gewesen. Die Hisbollah wiederum erklärte, sie habe einen Vorstoß israelischer Truppen auf eine strategisch wichtige Anhöhe bei Nabatije abgewehrt. Libanesische Behörden berichteten zugleich von 23 weiteren Todesopfern infolge israelischer Angriffe.

Der Konflikt zwischen Israel und der Hisbollah hatte sich seit März weiter zugespitzt, nachdem die Miliz den Libanon mit Angriffen auf Israel in den Iran-Krieg hineingezogen hatte. Eine frühere Waffenruhe erkannte die Hisbollah nie an, direkte Gespräche über eine langfristige Friedenslösung lehnt sie weiterhin ab. Dennoch soll nach US-Angaben am Dienstag eine fünfte Gesprächsrunde zwischen Israel und dem Libanon stattfinden – in einer Lage, die brisanter kaum sein könnte.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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