Tränen bei Wiedereröffnung
Merz bei Miosga über emotionale Rede in Synagoge: "An dieser Stelle sehr empfindlich"
Aktualisiert:
von Christopher SchmittAm Sonntag war Friedrich Merz bei Caren Miosga zu Gast.
Bild: Thomas Ernst/NDR/ARD/dpa
Als Friedrich Merz im September bei der Wiedereröffnung einer Münchner Synagoge sprach, kämpfte er mit den Tränen. Bei "Caren Miosga" erklärte der Bundeskanzler, warum er so emotional berührt gewesen war.
Wenn ein Bundeskanzler eine Talkshow-Ankündigung annimmt, sollte er um die harten politischen Themen wissen, die ihn erwarten. Bei "Caren Miosga" (ARD) äußerte sich Friedrich Merz (CDU) am Sonntag (5. Oktober) auch zum "Herbst der Reformen", der Idee eines verpflichtenden Gesellschaftsjahrs, dem Bürgergeld und schwarz-roten Streitigkeiten in der Regierung.
Doch es blieb auch Platz für ein emotionales Thema: Gastgeberin Miosga sprach Merz auf eine Rede an, die er im Rahmen der Wiedereröffnung der Synagoge Reichenbachstraße im September in München hielt. Damals waren Merz die Tränen gekommen. Im ARD-Talk verriet er, warum.
Nachdem sich Merz kurz sammeln musste, erklärte er: "Das sind Augenblicke, die sind einfach da in so einer Rede". Er sei "da an dieser Stelle auch sehr empfindlich, gerade, wenn es um Kinder geht. Und ich möchte, dass unser Land ein Land ist und bleibt, in dem Kinder, auch jüdische Kinder ohne Gefahren leben und groß werden können."
Merz: ESC-Ausschluss Israels wäre "Skandal"
Zudem verwies der Bundeskanzler auch auf den Einfluss der eigenen Familiengeschichte. "Wenn Sie so wollen, ist natürlich auch meine Familiengeschichte eine Geschichte von Verstrickung und gleichzeitig Wiedergutmachung und Aufarbeitung", berichtete der CDU-Chef.
Als Beispiel dafür, wie sich diese Einstellung im politischen Handeln widerspiegelt, wählte Merz die Diskussionen um einen Ausschluss Israels beim Eurovision Song Contest (ESC). Für Merz wäre dies untragbar, Deutschland solle in diesem Fall freiwillig selbst von einer Teilnahme absehen. "Das würde ich befürworten. Ich halte es für einen Skandal, dass darüber überhaupt diskutiert wird. Israel gehört dazu."
Verwendete Quellen
ARD-Mediathek: "Wo bleibt der Ruck für Reformen, Herr Bundeskanzler?"
WELT: "Ich bin da an dieser Stelle auch sehr empfindlich", sagt Merz sichtlich bewegt
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