Drohungen des Ex-Kremlchefs
Medwedew schlägt "Entführung des Neonazis Merz" vor: Bundesregierung reagiert empört
Veröffentlicht:
von dpa:newstime
Medwedew hält Entführung von Merz für realistisch
Videoclip • 01:14 Min • Ab 12
Medwedews bizarrem Vorschlag, nach Venezuelas Präsident Maduro doch auch Friedrich Merz zu entführen, kann das Kanzleramt nicht viel abgewinnen. So kontert ein Regierungssprecher.
Das Wichtigste in Kürze
Der ehemalige russische Präsident und Putin-Vertrauter Dmitri Medwedew würde laut eigener Aussage "die Entführung des Neonazis Merz" begrüßen.
Die Bundesregierung wies dies durch einen Sprecher zurück: "Derartige Drohungen verurteilen wir auf das Schärfste."
Es gebe keinen Anlass, den Schutz des Bundeskanzlers zu verbessern, dieser sei bereits "gut und sicher geschützt".
Die Bundesregierung hat Äußerungen des früheren russischen Präsidenten Dmitri Medwedew zu einer möglichen Entführung von Kanzler Friedrich Merz strikt zurückgewiesen. "Derartige Drohungen verurteilen wir auf das Schärfste", sagte der stellvertretende Regierungssprecher Sebastian Hille in Berlin. Nach seinen Angaben sieht die Bundesregierung keinen Anlass, wegen der Äußerungen die Sicherheitsvorkehrungen für den Schutz des Kanzlers nachzubessern.
Schutz des Kanzlers muss nicht korrigiert werden
"Die vorhandenen Sicherheitsmaßnahmen haben sich bewährt und bieten einen anlassbezogenen und der Gefährdungslage des Bundeskanzlers angemessenen Schutz", betonte Hille. Kanzler Merz sei "gut und sicher geschützt". Die Beamt:innen der Sicherungsgruppe des Bundeskriminalamts gehörten "zu den Besten der Welt".
Medwedew beschimpft Merz als Neonazi
Der frühere Kremlchef Medwedew hatte in einem Gespräch mit der russischen Staatsagentur Tass gesagt, dass er sich analog zu dem gewaltsamen Vorgehen der USA in Venezuela ähnliche Entführungsaktionen gegen andere Staats- oder Regierungschef:innen vorstellen könne, auch gegen Merz.
"Die Entführung des Neonazis Merz könnte eine hervorragende Wendung in dieser Karnevalsserie sein", sagte der aktuelle Vizevorsitzende des nationalen Sicherheitsrats in Moskau. "Es gibt sogar Gründe, ihn in Deutschland zu verfolgen, daher wäre es kein Verlust, zumal die Bürger umsonst leiden."
Auch in den News:
Medwedew hat sich in den vergangenen Jahren immer mehr zum Scharfmacher gegen den Westen entwickelt. Er bezog sich auf die Gefangennahme des autoritären venezolanischen Staatschefs Nicolás Maduro durch US-Truppen in Venezuela, der anschließend in die USA gebracht wurde.
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