Vorwürfe an Kiew
Kreml-Sprecher: Trilaterale Gespräche mit Ukraine und USA sollen weitergehen
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von Christopher SchmittDmitri Peskow bestätigte, dass bald wieder mit der Ukraine und den USA verhandelt werden soll.
Bild: REUTERS
Russland und die Ukraine haben kürzlich jeweils mit US-Gesandten verhandelt. Nun kommen Signale aus dem Kreml, dass bald wieder zu dritt am Verhandlungstisch gesessen werden soll.
Das Wichtigste in Kürze
Der Kreml hat durch seinen Sprecher Dmitri Peskow bestätigt, trilaterale Gespräche mit der Ukraine und US-Vertretern anzustreben.
Der ukrainische Verhandlungsführer teilte mit, es werde gerade mit den USA an "Sicherheitsparametern" gearbeitet.
Zuletzt kamen die von den USA vermittelten Gespräche zwischen Kiew und Moskau nicht weiter.
In Genf führten US-Gesandte in der laufenden Woche mit beiden Konfliktparteien Gespräche zum Ukraine-Krieg. Nun lässt Russland verlauten, dass Vorbereitungen für trilaterale Gespräche laufen.
Kreml-Sprecher Dmitri Peskow hat mitgeteilt, dass eine weitere Verhandlungsrunde geplant sei, berichten russische Nachrichtenagenturen. Mehr Informationen gebe es, sobald Ort und Zeit feststünden. Außerdem beklagte Peskow: "Bisher sind keine nennenswerten Veränderungen der Positionen des Kiewer Regimes festzustellen."
Im Vorfeld hatte die Ukraine Verhandlungen in Abu Dhabi Anfang März angekündigt. Hierzu tauschte sich der ukrainische Verhandlungsführer Rustem Umjerow am Donnerstag (26. Februar) unter anderem mit dem US-Chefunterhändler Steve Witkoff aus. "Wir arbeiten am Abschluss der Sicherheitsparameter, wirtschaftlicher Lösungen und einer Abstimmung der Positionen, welche die Grundlage für weitere Einigungen bilden", so Umjerow auf Telegram.
Peskow: Mit USA über Wirtschaftsbeziehung gesprochen
Witkoff vertrat – mit Unterstützung von Donald Trumps Schwiegersohn Jared Kushner – die US-Amerikaner auch bei Gesprächen mit dem russischen Gesandten Kirill Dmitrijew. Dabei wurde laut Kreml-Sprecher Peskow auch über mögliche künftige Wirtschaftsbeziehungen zwischen Moskau und Washington gesprochen.
Dmitrijew habe demnach auch Kreml-Chef Wladimir Putin über die Kontakte informiert. Die Öffentlichkeit werde unterrichtet, wenn Ergebnisse vorlägen, erklärte der Kreml-Sprecher, ohne weitere Details zu nennen.
Unter Berufung auf Kontakte in der Flugsicherheit meldete die staatliche russische Nachrichtenagentur Tass Schwierigkeiten mit den Flugrouten bei Dmitrijews Rückflug – demnach verursacht durch die Europäer.
Russische Maschinen sind aufgrund von EU-Sanktionen von Flugverboten betroffen. Jeder Sonderflug muss deshalb direkt ausgehandelt werden. Russland beklagt immer wieder Behinderungen und befürwortet deshalb auch Gespräche in Abu Dhabi. Die Hauptstadt der Vereinigten Arabischen Emirate ist ohne das Überfliegen von EU-Gebiet zu erreichen.
Verhandlungen stockten zuletzt
Zuletzt waren die direkten Verhandlungen zwischen Kiew und Moskau zum russischen Angriffskrieg unter US-Vermittlung ins Stocken geraten. Der Vorwurf beider Seiten: Ihr Gegner wolle auf dem Schlachtfeld siegen und Lösungen am Verhandlungstisch hätten für ihn keine Priorität.
Russland fordert, die Ukraine solle auch die noch unter Kiews Kontrolle stehenden Regionen im Donbass aufgeben. Wolodymyr Selenskyj, der Präsident der Ukraine, erteilte solchen "Geschenken" eine Absage.
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Verwendete Quellen
Nachrichtenagentur dpa
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