Verhandlungen geplatzt
Trump: Irans Forderungen an USA "inakzeptabel" – Außenminister trifft Putin
Aktualisiert:
von Christopher Schmitt:newstime
Trump cancelt Reise von Iran-Unterhändlern (25. April)
Videoclip • 01:46 Min • Ab 12
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran sind vorerst geplatzt. In der iranischen Bevölkerung herrscht Unsicherheit: Kommt es erneut zu Angriffen? Hält sich das Regime?
Das Wichtigste in Kürze
Die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran über ein Kriegsende sind gescheitert, neue Gespräche gelten vorerst als unwahrscheinlich.
Teheran stellt weitreichende Forderungen, während die strategisch wichtige Straße von Hormus blockiert bleibt und die Sorgen der Bevölkerung wachsen.
Viele Iraner:innen verlieren zugleich die Hoffnung auf einen politischen Umbruch, während die Führung weiter an der Macht ist.
Die stockenden Verhandlungen zwischen Washington und Teheran treiben viele Menschen im Iran in tiefe Sorge. Es war zuletzt nicht gelungen, Vertreter beider Seiten erneut an einen Tisch zu bringen. Die Stimmung im Land gilt als angespannt – auch, weil viele Bürger:innen fürchten, dass sich ihre Lage weiter zuspitzen könnte.
Ein Bewohner Teherans sagte gegenüber der Deutschen Presse-Agentur (dpa): "Die Lage hier ist wirklich sehr, sehr kritisch." Entweder drohe ein neuer Krieg, oder das Regime bleibe ohne Krieg an der Macht – im schlimmsten Fall beides zugleich. Aus Angst vor Repressionen wollte er anonym bleiben.
Am Wochenende platzten demnach Vermittlungsbemühungen Pakistans. Der iranische Außenminister Abbas Araghtschi ist zwar mehrfach nach Islamabad gereist, US-Präsident Donald Trump hatte jedoch eine geplante Reise seines Sondergesandten Steve Witkoff und seines Schwiegersohns Jared Kushner kurzfristig abgesagt. Trump begründete dies mit einem aus seiner Sicht inakzeptablen iranischen Vorschlag. Damit gelten neue Gespräche in absehbarer Zeit als unwahrscheinlich.
Iran stellt offenbar weitreichende Forderungen
Nach Angaben aus Teheran hat der Iran eine Reihe weitreichender Forderungen gestellt. Dazu zählen unter anderem die sofortige Aufhebung der US-Seeblockade, neue rechtliche Regelungen für die Straße von Hormus sowie Kriegsentschädigungen und Sicherheitsgarantien. Den Atomstreit wollte Teheran hingegen nicht zum Thema machen – ein Punkt, der für Washington zentral ist. Beobachter:innen werteten diese Positionen als kaum vereinbar.
Die Zeichen in Islamabad deuteten ebenfalls auf Stillstand. Pakistans Außenminister Ishaq Dar erklärte, Verkehrsbeschränkungen rund um das vorgesehene Verhandlungshotel seien aufgehoben worden – ein Indiz dafür, dass kurzfristig keine neue Gesprächsrunde erwartet werde.
Währenddessen bleibt die strategisch wichtige Straße von Hormus blockiert. Expert:innen warnten, dies habe gravierende Folgen für die Weltwirtschaft, da ein Großteil des globalen Öl- und Gasexports dort abgewickelt wird. Die Sicherheitsexpertin Claudia Major sagte bei "Caren Miosga", der Iran wisse, dass er militärisch nicht gewinnen könne, setze aber auf Durchhalten. Die USA seien zwar militärisch überlegen, erreichten ihre Ziele jedoch ebenfalls nicht.
Irans Außenminister Araghtschi trifft Putin
Parallel sucht Teheran offenbar Rückhalt in Moskau. Araghtschi ist nach seinen Gesprächen in Pakistan weiter nach Russland gereist, wo er Präsident Wladimir Putin treffen will, bestätigte Kremlsprecher Dmitri Peskow. Russland gilt als strategischer Partner des Irans, leistet aber vor allem diplomatische Unterstützung. Beobachter:innen spekulierten, dass bei dem Besuch auch Atomfragen eine Rolle spielen könnten.
Im Iran selbst schwindet unterdessen die Hoffnung auf einen politischen Umbruch. Viele Menschen hätten nach den US‑ und israelischen Angriffen Ende Februar auf einen Sturz der islamischen Führung gehofft, berichteten Beobachter:innen. Zwar seien dabei zahlreiche hochrangige Vertreter getötet worden, doch das System halte sich weiterhin an der Macht. Bereits im Januar waren Proteste gegen die Regierung im Zuge der Wirtschaftskrise brutal niedergeschlagen worden. Tausende Menschen seien dabei ums Leben gekommen – ein Trauma, das bis heute nachwirkt.
Dieser Beitrag wurde mit Unterstützung von Künstlicher Intelligenz (KI) erstellt und vor der Veröffentlichung von der Redaktion sorgfältig geprüft.
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Verwendete Quellen:
Nachrichtenagentur dpa
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