Gewalt in Washington

Schüsse bei Gala-Dinner mit Trump: Merz verurteilt Anschlagsversuch

Veröffentlicht:

von dpa

:newstime

Schüsse bei Gala-Dinner mit Trump

Videoclip • 01:07 Min • Ab 12


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Der US-Präsident und die übrigen Gäste sind bei den Schüssen während eines Gala-Dinners in Washington unverletzt geblieben. Kanzler Merz zeigt sich erleichtert.

Das Wichtigste in Kürze:

  • Nach den Schüssen während eines Gala-Dinners mit US-Präsident Donald Trump äußern internationale Spitzenpolitiker ihre Bestürzung.

  • Bundeskanzler Friedrich Merz verurteilte den Anschlagsversuch.

  • Ein Beamter des Secret Service wurde von mindestens einer Kugel getroffen und durch seine Schutzweste gerettet.

Bundeskanzler Friedrich Merz hat sich nach den Schüssen während eines Gala-Dinners in Washington mit US-Präsident Donald Trump bestürzt gezeigt. "Gewalt hat keinen Platz in einer Demokratie. Wir entscheiden mit Mehrheiten, nicht mit der Waffe", schrieb der CDU-Politiker auf der Plattform X. "Ich verurteile den Anschlagsversuch in Washington und bin froh, dass Präsident Trump, First Lady Melania Trump und alle Anwesenden in Sicherheit sind", schrieb der Kanzler weiter.

"Gewalt hat in einer Demokratie keinen Platz. Ich versichere Donald Trump meine uneingeschränkte Unterstützung", schrieb auch Frankreichs Präsident Emmanuel Macron auf X und nannte den Angriff inakzeptabel. Italiens Ministerpräsidentin Georgia Meloni sprach Trump und allen Anwesenden ihre Anteilnahme aus. "Kein politischer Hass darf in unseren Demokratien Platz finden. Wir werden nicht zulassen, dass Fanatismus die Orte der freien Debatte und der Information vergiftet", schrieb sie in einem Post.

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Washingtons wichtigsten Politiker:innen und Journalist:innen wurde gerade Burrata mit jungen Erbsen als Vorspeise serviert, als auf einmal Schüsse fielen. Ein schwer bewaffneter Mann rannte durch die Sicherheitsschleuse, um sich Zutritt zum White House Correspondents' Dinner in Washington zu verschaffen. Einsatzkräfte konnten ihn stoppen.

Bewaffnet war der Mann mit Schrotflinte, Handfeuerwaffe und mehreren Messern. Ein Beamter des Secret Service wurde Trump zufolge von mindestens einer Kugel getroffen und durch seine Schutzweste gerettet. "Ich habe gerade mit dem Beamten gesprochen, und es geht ihm gut", sagte Trump bei einer Pressekonferenz im Weißen Haus.

"Möchtegern-Attentäter"

Der Schock sitzt tief, auch bei Trump, der den Verdächtigen später als "Möchtegern-Attentäter" bezeichnet. Gegen den mutmaßlichen Angreifer wird bereits ermittelt. Der mutmaßliche Angreifer sei ein Feigling gewesen, der versucht habe, eine "nationale Tragödie" herbeizuführen, sagte Matthew Quinn, der stellvertretende Direktor des Secret Service, in einer Stellungnahme auf X.

Laut den Sicherheitsbehörden war der mutmaßliche Täter Gast im Hilton Hotel, in dem das Dinner stattfand. Um ins Hotel zu kommen, mussten Gäste noch keine Sicherheitsschleuse passieren. Erst wenn sie in den Ballsaal wollten, wurden ihre Taschen kontrolliert und alle durch eine Schleuse geführt.

Bei dem Verdächtigen soll es sich um einen 31-Jährigen aus Südkalifornien handeln, wie mehrere US-Medien übereinstimmend berichteten. Der Mann soll als Lehrer und Entwickler für Videospiele gearbeitet haben, heißt es unter Berufung auf das mutmaßliche LinkedIn-Profil des Mannes. Am Montag soll er vor Gericht erscheinen.

Nicht der erste Vorfall im Hilton-Hotel 

Der Vorfall im Hilton Hotel weckt düstere Erinnerungen an einen blutigen Vorfall vor 45 Jahren. Seinerzeit wurde dort ein Attentat auf den damaligen Präsidenten Ronald Reagan verübt, das er schwer verletzt überlebte.

Auch Trump war mehrfach das Ziel von Attentatsversuchen. Im Sommer 2024 kam der damalige Präsidentschaftskandidat nur knapp mit dem Leben davon, als ein Attentäter bei einer Wahlkampfveranstaltung in Butler im Bundesstaat Pennsylvania auf ihn schoss, eine Kugel verletzte ihn leicht am Ohr. Ein Besucher starb, zwei wurden verletzt. Der Täter wurde von Sicherheitskräften getötet.

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