Bei Rede vor Repräsentantenhaus

Donald Trump verspottet Emmanuel Macron und äfft seinen Akzent nach

Veröffentlicht:

von Benedikt Rammer

US-Präsident Trump setzte Macron in Ägypten wohl unter Druck.

Bild: via REUTERS


Donald Trump hielt am Dienstag eine Rede in Washington, bei der er sich über den französischen Präsidenten Emmanuel Macron lustig machte. Dabei äffte er Macron nach und sprach über seine Forderungen bezüglich französischer Medikamente und Zölle.

Das Wichtigste in Kürze

  • Donald Trump hielt am Dienstag eine Rede vor Republikaner:innen im Repräsentantenhaus.

  • Er äffte dabei den französischen Präsidenten Emmanuel Macron nach und sprach über Zölle auf französische Produkte.

  • Trump behauptete, Macron habe seinen Forderungen letztlich zugestimmt und die Medikamentenpreise erhöht.

Am Dienstag (7. Januar) sprach US-Präsident Donald Trump in Washington vor Mitgliedern der Republikaner im Repräsentantenhaus. Über eine Stunde lang äußerte er sich zu unterschiedlichen Themen, darunter auch seine Zölle, die während seiner Amtszeit immer wieder für internationale Spannungen sorgten.

Inmitten seiner Ausführungen machte sich Trump über den französischen Präsidenten Emmanuel Macron lustig. Er schilderte eine vermeintliche Anekdote, in der er von Macron verlangte, die Preise für französische verschreibungspflichtige Medikamente zu verdoppeln. Laut Trump drohte er dabei mit einem Zoll von 25 Prozent auf alle französischen Produkte, darunter Wein und Champagner, falls Frankreich seinen Forderungen nicht nachkommen würde.

Trumps Darstellung: Macron knickte ein

Trump äffte Macron nach und zitierte ihn mit den Worten: "Nein, nein, nein, nein, das kannst du nicht machen. Das können Sie mir nicht antun." Schließlich sei Macron laut Trump jedoch bereit gewesen, seine Forderungen zu akzeptieren. Trump behauptete, Macron habe gesagt: "Donald, äh, wir haben einen Deal. Ich würde meine Preise für verschreibungspflichtige Medikamente gerne um 200 Prozent oder so erhöhen. Es wäre mir eine Ehre. Ganz wie Sie wünschen."

Diese Aussagen sorgten nicht nur unter den Anwesenden für Aufsehen, sondern fanden auch international Beachtung. Es bleibt jedoch unklar, ob die von Trump geschilderte Szene tatsächlich in dieser Form stattgefunden hat.

Hintergrund: Zölle als Druckmittel

Donald Trump nutzt Zölle als Instrument, um andere Länder zu wirtschaftlichen Zugeständnissen zu bewegen. Besonders Frankreich war zuletzt mehrfach Ziel seiner Zollpolitik, was zu diplomatischen Spannungen zwischen beiden Nationen führte. Die von Trump geschilderte Episode könnte somit als Versuch gewertet werden, seine frühere Politik zu rechtfertigen.


Verwendete Quellen:

Trump-Statement in Washington

Nachrichtenagentur dpa

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