Nach US-Angriff auf Venezuela
Welchen Ländern Trump noch droht
Veröffentlicht:
von Michael Reimers:newstime
Nach Venezuela: Trump droht nächstem Land
Videoclip • 01:06 Min • Ab 12
Nach dem Angriff der USA auf Venezuela und der Festnahme von Staatschef Maduro setzt US-Präsident Trump bereits weitere Länder mit Drohungen unter Druck. Welche Staaten er alle im Visier hat.
Das Wichtigste in Kürze
Die USA haben am 3. Januar 2026 Venezuela angegriffen.
Seitdem wächst international die Sorge, dass die Vereinigten Staaten noch gegen weitere Länder vorgehen werden.
Diese Ängste scheinen nicht unbegründet zu sein.
Schon wenige Stunden nach dem Angriff der Vereinigten Staaten am 3. Januar auf Venezuela drohte US-Präsident Donald Trump dem nächsten Land: Er stelle die Autorität von Mexikos Präsidentin Claudia Sheinbaum infrage, die US-Einsätze gegen Drogenkartelle in ihrem Land abgelehnt hätte. "Sie regiert Mexiko nicht, das tun die Kartelle. Wir müssen mit Mexiko etwas tun", zitiert die Deutsche Presse-Agentur (dpa) Trump.
An diesen Staaten im Süden hat Trump auch Interesse
Auch ein direktes Nachbarland Venezuelas attackiert Trump dpa zufolge seit Längerem verbal. Er behauptete, es sei "sehr krank" und werde von einem "kranken Mann" regiert, der es liebe, "Kokain zu produzieren und es in die Vereinigten Staaten zu verkaufen". Die Rede ist von Kolumbiens Staatschef Gustavo Petro, den Trump zuvor bereits mehrfach heftig kritisiert hatte. Das werde er "nicht mehr lange machen", sagte der US-Präsident – ohne konkreter zu werden, was er damit meinte. Auf die Nachfrage einer Journalistin, ob es einen Militäreinsatz gegen Kolumbien geben werde, entgegnete Trump nun: "Das klingt für mich gut."
Unterstützer-Regierung von Maduro im Visier
US-Außenminister Marco Rubio war es, der sich zuletzt zu Kuba äußerte. Er bezeichnete die Regierung dort als "riesiges Problem". Auf die Frage des US-Sender NBC News, ob nach dem US-Angriff auf Venezuela nun Kuba folge, sagte Rubio: Zwar wolle er nicht über zukünftige Schritte der US-Regierung mit Blick auf Kuba sprechen. "Aber ich denke, es ist kein Geheimnis, dass wir keine großen Fans des kubanischen Regimes sind." Dieses habe Venezuelas nun entmachteten Staatschef Nicolás Maduro unterstützt, so Rubio weiter.
Seit dem Sieg der Revolution 1959 wird Kuba autoritär regiert. Die Kommunistische Partei kontrolliert Staat, Wirtschaft und Gesellschaft. Die Beziehungen zwischen Havanna und Washington gelten seit Jahrzehnten als angespannt. Die unter US-Präsident Barack Obama begonnene vorsichtige Annäherung hat Donald Trump wieder rückgängig gemacht, heißt es bei dpa.
Nicht nur der Süden, auch der Norden reizt Trump
Grönland ist ebenfalls verstärkt in das Blickfeld des US-Präsidenten geraten. Zuletzt wiederholte Trump dpa zufolge am Sonntagabend: "Wir brauchen Grönland mit Blick auf die nationale Sicherheit." Die Insel sei von großer strategischer Bedeutung, aktuell aber von russischen und chinesischen Schiffen umgeben. "Dänemark wird das nicht schaffen, das kann ich Ihnen sagen", so der US-Präsident. Auch für die Europäische Union sei klar, dass die USA Grönland "haben" sollten, behauptete Trump. Grönland ist ein autonom verwaltetes Gebiet in der Arktis und gehört zu Dänemark.
Alter Konfliktherd bald ein neuer?
Nachdem über Tote bei den jüngsten regierungskritischen Protesten im Iran berichtet wurde, drohte Trump nun auch der Führung in Teheran erneut mit einem Eingreifen. Die USA beobachteten die Proteste sehr genau, sagte Trump. "Wenn sie damit anfangen, Leute zu töten, wie sie es in der Vergangenheit auch getan haben, dann werden sie, denke ich, von den Vereinigten Staaten sehr hart getroffen werden." Der US-Präsident ließ offen, welche Schritte seine Regierung möglicherweise erwägt.
Verwendete Quellen:
Nachrichtenagetur dpa
Nachrichtenagentur Reuters
:newstime verpasst? Hier aktuelle Folge ansehen
Mehr entdecken

Dunkler Himmel
Totale Sonnenfinsternis 2026: Das musst du jetzt wissen

Streit mit Dänemark
Grönland im Visier Trumps: Widersprüchliche Signale aus den USA

Wahljahr
Landtagswahlen 2026: Das erwartet uns im kommenden Jahr

Deutscher Wetterdienst
Unwetterwarnung: Wo Schnee, Glätte und Frost für Probleme sorgen könnten

Bei Rede vor Repräsentantenhaus
Donald Trump verspottet Emmanuel Macron und äfft seinen Akzent nach

Überprüfung der Effektivität
Trumps Verteidigungsministerium stellt Soldatinnen infrage



