Unwetterbilanz

Landkreis Harburg: Tennisballgroßer Hagel zerstört Autos und Dächer

Veröffentlicht:

von Andrea Ege

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Hagel-Unwetter in Norddeutschland

Videoclip • 31 Sek • Ab 12


Faustgroße Hagelkörner zertrümmern Autoscheiben, durchschlagen Dächer – ein Unwetter richtete in Heidenau und Mecklenburg-Vorpommern massive Schäden an.

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Feuerwehr in Niedersachsen zählte rund 600 Einsätze.

  • Radlader mussten Hagelmassen in Ludwigslust-Parchim beseitigen.

  • In Ludwigslust-Parchim gingen rund 168 Notrufe ein.

Norddeutschland ist von einem heftigen Hagelunwetter getroffen worden. Die Körner erreichten teils Tennisballgröße. Im niedersächsischen Heidenau (Landkreis Harburg) zertrümmerten die zentimetergroßen Eiskörner laut Polizei zahlreiche Autoscheiben und schlugen tiefe Dellen in den Lack. Videos zeigen zudem teils stark beschädigte Dächer.

"Es hat alles kaputt gemacht", beschrieb eine Anwohnerin gegenüber einem dpa-Reporter den ungewöhnlich heftigen Hagel. Die Körner seien über ihr Mehrfamilienhaus und den Balkon gezischt. "Es ist nichts mehr heile, es regnet durchs Dach, in die Wohnungen rein." Das nagelneue Auto ihres Mitbewohners sei nun nur noch "Schrott". "Ich wohne jetzt 18 Jahre in Heidenau, ich habe so was noch nie erlebt, so ein Chaos", berichtete die Frau.

Allein am Montagabend gingen laut der Polizei zwischen 21:00 Uhr und 1:00 Uhr rund 250 Notrufe wegen des Unwetters ein. Die Feuerwehr war in dem Bundesland insgesamt gut 600 Mal im Einsatz.

Auch in den News:

Wie Schneefall - mitten im Sommer

Im Landkreis Ludwigslust-Parchim in Mecklenburg-Vorpommern türmten sich die tennisballgroßen Hagelkörner derart auf dem Boden, dass sie schließlich mit Radladern weggeräumt werden mussten, wie die Leitstelle Westmecklenburg mitteilte. Der Anblick habe an winterlichen Schneefall erinnert. Zu Verletzten oder Sachschäden konnte die Leitstelle zunächst keine Angaben machen. Innerhalb einer Stunde registrierte die Leitstelle rund 168 wetterbedingte Notrufe, wie ein Sprecher der Deutschen Presse-Agentur berichtete. Die Feuerwehr musste vollgelaufene Keller auspumpen und umgestürzte Bäume von den Straßen entfernen.


Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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