Nahost

Hisbollah greift Nordisrael mit Drohnen an

Veröffentlicht:

von Damian Rausch

:newstime

Diese Deutsche trotzt der Hisbollah

Videoclip • 02:07 Min • Ab 12


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Nach einem mutmaßlichen Drohnenangriff der Hisbollah auf Nordisrael verschärft sich der Ton in der israelischen Regierung. Finanzminister Bezalel Smotrich fordert eine harte Reaktion gegen die libanesische Miliz.

Das Wichtigste in Kürze

  • Nach israelischen Angaben schlugen zwei Sprengstoff-Drohnen aus dem Libanon auf israelischem Gebiet ein, verletzt wurde niemand.

  • Finanzminister Bezalel Smotrich forderte nach dem Angriff eine unmittelbare Reaktion gegen Ziele in den Vororten von Beirut.

  • Während der Iran auf eine Waffenruhe im Libanon drängt, lehnt Israel eine Verknüpfung der verschiedenen Konflikte in der Region ab.

Die libanesische Hisbollah-Miliz hat nach israelischen Angaben erneut Ziele im Norden Israels angegriffen. Das israelische Militär meldete zwei Einschläge von Sprengstoff-Drohnen auf israelischem Gebiet nahe der Grenze zum Libanon. Verletzt wurde demnach niemand. Zuvor hatten in mehreren Orten entlang der Nordgrenze Warnsirenen Alarm ausgelöst.

Wie die dpa berichtet, soll eine Drohne nach Informationen des israelischen Nachrichtenportals "ynet" im Bereich des Grenzorts Schlomi eingeschlagen sein. Eine Stellungnahme der Hisbollah lag zunächst nicht vor.

Der israelische Finanzminister Bezalel Smotrich wertete den Vorfall als Test der von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu formulierten "Dahija-Doktrin". Die als Dahija bekannten Vororte Beiruts gelten als Hochburg der proiranischen Hisbollah. Vor einer Woche hatte Israel die Gegend nach Raketenbeschuss aus dem Libanon angegriffen.

Smotrich forderte eine schnelle Reaktion. Israel müsse "noch heute" Gebäude in Dahija zerstören. "Wir befinden uns in entscheidenden Tagen für die Gestaltung der Region auf viele Jahre hinaus", schrieb der Minister auf der Plattform X. Zudem betonte er: "Wir haben den Bewohnern des Nordens Sicherheit versprochen – und dieses Versprechen müssen wir einhalten!"

Unterdessen bemüht sich der mit der Hisbollah verbündete Iran im Rahmen seiner Gespräche mit den USA um eine Waffenruhe im Libanon. Israel lehnt eine Verknüpfung der Konflikte jedoch ab und hält an seinem Ziel fest, die Hisbollah militärisch zu schwächen und eine politische Lösung mit der libanesischen Regierung zu erreichen. Die Hisbollah fordert dagegen weiterhin den vollständigen Abzug israelischer Bodentruppen aus dem Libanon.

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Verwendete Quellen:

Nachrichtenagentur dpa

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